DIE HAUPTLINIE VOM GOLDNEN LÖWEN BIS 1645. 27 I
Im Jahre 1644 kaufte Hans Jacob von Johann Göbel zuHatzenport einen Weinberg hinter Bies in der Schillingsgasse.
Am 30. Juni 1645 machte Hans Jacob als Pfandherrzu Kempenich und des Amts Haardt, Trierer Erbmarschalkund adeliger Rathsverwandter zu Coblenz sein Testamentzu Coblenz. Seine Erbschaft war eine sehr bedeutendefür diese Zeit ungewöhnliche. Dieses Testament regeltedas Erbe dahin, dass
1) Hans Jacob Alles, war bezüglich seiner Gattin am4. December 1640 für ihr Wittum, Leibgeding und sonstfür seinen Todesfall bestimmt, anerkannte und das zu Kem-penich vor einem Notar errichtete Testament widerrief.
2) Ordnete er sein Begräbnis in der Predigerkirchezu Coblenz, wo auch seine Mutter liege, an. Alle Armender Stadt, die dem Gottesdienste an diesem Tage beiwohnen,sollen Speise und Trank nebst einem Stück Geld erhalten.
3) Bestätigte er die bei den Predigern zu Coblenzgestiftete Messe und ordnete sein Seelgerede auf seinenTodestag an, indem der zeitliche Besitzer des Eltzer Hofsauf dem Kornmarkt zu Coblenz laut Verschreibung einebestimmte Rente an Früchten zu Clotten an das Prediger-kloster liefern soll, ferner wird an diesem Tage an dieStadtarmen jährlich ein Malter Brot ausgetheilt.
4) Vermachte er seiner Schwester Maria Jacobe Meisterinzu Marienrod und deren Kloster zum Abstand auf elterlichesVermögen 4000 Gulden Batzen.
5) Den ehelichen Erben seines Vetters Johann WilhelmWaldbot von Bassenheim Herrn zu Olbrück und Bornheimgab er die Pfandgerechtigkeit auf dem Amte Hardt mitdarauf ruhendem Pfandschilling, das Haus Cuchenheim mit