Druckschrift 
1 (1889)
Entstehung
Seite
263
Einzelbild herunterladen
 

DIE HAUPTLINIE VOM GOLDNEN LÖWEN BIS 1645. 263

Rath und Vicedom im Rheingau, Hans Anton Herr zuEltz und Üttingen, Hans Caspar Herr zu Eltz, Bernhardvon Gondersdorf Herr zu Diestorff. Damit war diese Herr-schaft nach über dreissigjährigem Besitz wieder verloren. 54 6 )Das bedeutendste Ereignis in Hans Jacobs Leben istdessen Beihülfe zur Stiftung des Kapuzinerklosters in Cochem.Zwei Patres des Kapuzinerordens Vincentius von Viandenund Lucas von Marnig machten 1622 eine Reise an dieMosel und kehrten zu Cochem in einem Hause ein. Dortwurden sie gefragt, ob es dem Orden genehm sei, inCochem ein Kloster zu stiften und bekamen auch einengeeigneten Platz in Aussicht gestellt. Dieses theilten dieBeiden dem Provinzial mit, der den Pater Cornelius vonEnscheid an den Stadtmagistrat zu Cochem und an denKurfürsten Lothar von Trier als Unterhändler sandte. 547)Im Jahre 1623 gab Kurfürst Lothar von Trier auf Bitteneiniger der angesehensten Bürger der Stadt Cochem die Erlaub-nis, in Cochem eine Niederlassung des Kapuzinerordenszu gründen und einen wüsten aber beschränkten Platz indem Orte Kemplen hinter Cochem, wo die Templer ge-wohnt haben sollen, als Bauplatz.547») Zwei Wittwen, näm-lich die Elisabeth Sausmuss aus Andernach und die Mag-dalene Wirtz aus Cochem gaben ihre Gärten bei diesemPlatze, welcher weder für den Bau einer Kirche noch einesKlosters ausreichte, her. Im Jahre 1625 begann man densteinigen und abschüssigen Platz zu ebnen und einen dortstehenden alten Thurm abzubrechen, es wurden Maurerangenommen, die die Capelle erbauen sollten. Die BürgerCochems und die von allen Seiten zusammengeströmtenLandleute halfen bei der Ebnung des Bodens. Es fehlte