228 ZWEITE ABTHEILUNG. ERSTES HAUPTSTÜCK.
Margarethe erhielt als Erkenntlichkeit für ihren guten Willen200 Thaler als Geschenk zugesichert. Am gleichen Tagestellte der Kurfürst hierüber zu Wittlich Urkunde aus. 4 Xl )Am 14. Januar 1571 gab der Kurfürst dem Anton Voll-macht, den Pfandschilling zu erlegen und das Drittel anHaus und Herrschaft Kempenich mit allem Zugehör ein-zunehmen und bis auf Weiteres zu verwalten. 4 82 ) Diesestheilte er am 9. Februar 15 71 dem Anton mit. Die Herr-schaft Kempenich bestand aus dem Hause Kempenich undden sieben Ortschaften: Kempenich, Engeln, Weiberen,Spessart, Hausen, Lederbach und Leimbach. Die Erwerbungdieser Pfandschaft musste für Anton sehr passend erscheinen,da er in der Herrschaft bereits Kirchesch mit Kirch-satz besass.
Am 29. März 1 5 71 erklärte Margarethe von Schöneck,dass ihr Anton zu Eltz Trierer Rath und Marschalk zweiversiegelte Briefe über 2000 Goldgulden Hauptgeld aufdem Coblenzer Zoll, den einen von Kurfürst Johann vonTrier vom 11. August 1566, den andern über 600 Gold-gulden Hauptgeld auf dem Amte Schöneck ausgestelltvon Kurfürst Richard von Trier im Jahre 1513 übergebenund bemerkt habe, im Falle sie mit Tod abgehe, und Antondiese 2600 Gulden Gold lösen wolle, dieses ihm gestattetsei. 4 8 3) Am gleichen Tage zahlte Anton diese Pfandsummeund löste damit das Drittel an Flaus und Herrschaft Kem-penich ein.484)
Auf dem Altare zu Müden ruhte als Beitrag zu demUnterhalte des Geistlichen zu Wiersheim ein Pfund Wachs-zins. Jm Jahr 1571 lösten Anton, Jacob und Hans ReichardGebrüder zu Fitz bei dem Pfarrer Stefan von Müden, Flirman