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1 (1889)
Entstehung
Seite
227
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DIE HAUPTUNIE VOM GOLDNEN LÖWEN BIS 1645. 227

Vögte wohnten in Kern. Die Einkünfte bestanden in demVogteihause zu Kern mit grossem Nutzgarten, Wein-,Frucht- und Wiesenzinsen, dem Vogteiwalde, freier Jagdim Kerner Gericht, während die Fischerei Privateigenthumderen zu Eltz war. 479 a )

Ums Jahr 1570 wollte Anton an seinem Hause zuCoblenz bauen, hatte aber bei dem Stadtvorstande Wider-stand gefunden. Anton wandte sich an Jacob Kurfürstvon Trier. Dieser schrieb am 13. October 1570 vonErenbreitstein aus an den Rath zu Coblenz, sein Vetterder Marschalk und Rath Anton zu Eltz habe ihm mitge-theilt, es sei zwischen seinem verstorbenen Bruder undGeorg zu Eltz selig unterhandelt worden, dass Anton einenPlatz im Graben seinem Hause gegenüber bei St. Florins-kirche zu Coblenz zum Bebauen erhalte. Da Anton aufdem Bauen bestehe, ertheile er hierfür seine Genehmigungund ersuche den Rath, sich desshalb mit Anton zu be-nehmen. 480) TJ m diese Zeit b 0 t s ; c h Anton Gelegenheit,den Besitz bedeutend zu erweitern. Die Herrschaft Kempe-nich mit dem Hause Kempenich war von Kurtrier für8000 Gulden verpfändet worden. Die Pfandschaft ruhtein Händen der Margarethe von Schöneck,, Wittwe zu Nassauund Spurkenburg. Diese Pfandschaft wollte Kurfürst Jacobvon Trier lösen und bediente sich dazu des Anton zu Eltz.Anton schoss einen Theil der Ablösungssumme vor. Am9. Januar 1 5 71 nahm Margarethe von Schöneck auf Bittendes Kurfürsten das Anerbieten des dritten Theils der 8000Gulden Pfandschilling an und versprach dem Stifte dagegenein Drittel an Haus und Herrschaft Kempenich heraus-zugeben, Einiges ausgenommen, das ihr nutzniesslich blieb.