Druckschrift 
1 (1889)
Entstehung
Seite
27
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DIE HAUPTLINIE VOM GOLDNEN LÖWEN BIS 1645. 27

Fehde nennt. Balduin schloss Eltz mit bewaffneter Mann-schaft ein. Er wagte keinen Sturm auf die jedenfalls gutbewehrte Burg und die unzugänglichen Mauern derselben,sondern bediente sich der Erfahrungen, die er auf seinenZügen mit seinem Bruder dem Kaiser Heinrich VII inItalien gemacht und entzog der Burg die Zufuhr. Er er-baute zu diesem Zwecke an der Stelle, wo die Wege nachdem Maifelde und das Thal der Eltz aufwärts gehen, aufdem Berge Eltz gegenüber eine kleine Veste, die in derFolge Balduineltz oder Trutzeltz genannt wurde. 3°) Von daaus lies er zugleich Eltz mit schweren Steinkugeln ausBliden beschiessen.3 1 ) Dass Balduin auch gegen die Moselhin den Belagerten die Zufuhr abschnitt, ist vorauszusetzen.I >ass Eltz selbst genommen wurde, ist wenig wahrscheinlich,der Mangel an Zufuhr musstc die Belagerten zur Ergebungzwingen. Wie lange die Fehde dauerte, ist unbekannt.Von da zog Balduin vor die Vesten Waldeck, Schöneck undErenberg und nahm auch diese. Am 20. Juli 1335 sühntesich Balduin mit den Gemeinern zu Steinkallenfels. 3 2 ) AmIO. Januar 1336 verglich sich Erzbischof Balduin zugleichPfleger und Schirmer des Stifts Mainz, Speyer und Wormsmit den Gemeinern der Vesten Waldeck, Schöneck, Eren-berg und Eltz sammt deren Helfern und Dienern, nämlichHertwin von Winningen, Johann genannt Boos, RudolfRitter, Wilhelm dessen Bruder, Winant von der obernBurg, Wilhelm genannt von Kerpen, Johann genannt vonBattenberg, Simon genannt von Wiltz und Wilhelm genanntvon Schoneburg von der niedern Burg zu Waldeck alsGemeiner von Waldeck; Heinrich genannt von Hunolstein,Philipp Ritter, Emmerich, Philipps und Friedrich, Heinrichs