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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
Entstehung
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November 1555.

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418.

Ltttern. 1585, 25. November (Montag St. Katharinatag).

Staatsarchiv viicer»: Allgcm. Abschiede tj. t. SIS.

Tag der IV Waldstätte.

». Dieser Tag ist beschrieben worden wegen des Leutpriesters zn Zug, der lutherische Predigten haltensoll. In bester Meinung wird verabschiedet, es sei uöthig bei Zeiten zu wehren; man wolle daher eineBotschaft nach Zug senden, freundlich mit ihnen zu reden was man über seine Predigten für Bericht habe,wie er den Papst einen Tyrannen gescholten, mitunter (etwan") die Bilder, auch den Ablaß verworfen undandere dergleichen der alten Religion zuwiderlaufende Reden geführt habe, ganz ähnlich, wie die Lutherischenim Anfang den neuen Glauben zu pflanzen unternommen haben. Mai, soll dann die von Zug freundlichbitten, diesen Leutpriester zu beurlauben und einen von der altei, christlichen Religion, für die die V OrteGut und Blut eingesetzt haben, anzustellen. Es sollen auch viele Personen lutherische Bücher iu dcu Häusernhaben; wenn dem so wäre, so möchte dieses abgestellt werden, wie solches in den übrigen vier Orten auchgeschehe, damit die V Orte im wahren alten unzweifelhaften Glauben beisammen bleiben. Diese Botschaftsoll bestehen aus je zwei Nathsboten von Lucern und Schivyz, die Vollmacht besitzen sollen, den Umständengemäß zu handeln. I». Ammann Neding eröffnet, auch im Wallis soll des Glaubens wegen Mißhelle sein;'es sei daher im Namen der VII Orte hingeschrieben worden, aber noch keine Antwort erfolgt, wcßhalb mannicht wisse, ob das Schreiben angelangt sei oder nicht, und es frage sich daher, ob man nicht Antwortcinverlangen wolle. Man verabschiedet, man ,volle ihnen melden, es sei ihnen ab demvordrigen" Tag zuBaden geschrieben worden, es werde allerlei geredet, wie im Wallis Unwille sei; wenn nöthig, so wolle mansich weder Mühe noch Arbeit gereuen lassen, Boten von Zehnten zu Zehuten zu senden; denn man habeihre Hülfe noch nicht vergessen und werde sie nicht vergessen.Als der Brantscher geredt syg kundschaftufgenoinmen, bischof und landshouptmann zugeschryben, und soll man antwort von inen by dem botenerfordern. Schryb inamen der v orten. Schryb mich dem Herren von sant Maurizen, er min Herrenin, grund berichte wies im land des gloubens halb stände."

e. Verhandlung betreffend eine Gesandtschast an den Papst; siehe Note.

Zu v. 1555, 27. November (Mittwoch nach Katharinä). Die in Lucer» versammelte» Boten derVII Orte (sie) an Glarus (und Appenzell). Der Papst begehre, daß man ihn durch eine Botschaft nachGebühr begrüßen lasse, man werde ihm hiemit ein besonderes Wohlgefallen thnn und an ihm einen gnädigenVater haben. Da man den guten Willen des Papstes gegenüber der Eidgenossenschaft ersehe, so haben dieVII Orte sich entschlossen, eine Botschaft an ihn abzuordnen, so nämlich, daß die V Orte die Botschaftschicken und Freiburg und Solothurn dieselbe ermächtigen, auch in ihrem Namen zu handeln. Da der Papstgeneigt sein dürfte, die vor Langem vom heiligen Stuhl der Eidgenossenschaft erthcilten Freiheiten und Privilegien zumehren, so bitte man die von Glarus, sich hierin von den VII Orten nicht zu söndcru, sondern ihre Botschaftebenfalls zu senden oder doch die andern Boten zu ermächtigen, den Papst zn begrüßen und ihm gebührendenDank zu erstatten. Bitte um Antwort durch den hingesandten Boten. Im Namen Aller siegelt Lncern.

St. A. Zllrich: Tschudische Docnmcntcnsainmlnng Band XI (Original).

1555, 2. Dcccmber (Wolfmonat). Appenzell an Schultheiß und Rath der V alten Orte. Aus ihremSchreiben vom 27. November habe man verstanden, wie sie mit Vollmacht derer von Freiburg und Solothurnbeschlossen habe», eine Botschaft an den Papst zu entsenden, um ihn zu begrüßen und ihm Dank zu sagen.