Druckschrift 
4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
Entstehung
Seite
1266
Einzelbild herunterladen
 

1266 Juni 155S.

bleibt der Vogt schuldig 734 Pfund 16 Schilling 4 Haller. Es bleiben jedem der VII Orte 164 Pfund,thut 26 krönen". 3. Rechnung von Hans Göldli, des Raths zu Zürich, als Landvogt im Rheinthal.Einnahmen 1265 Gulden 12 Schilling 6 Haller. Ausgaben 397 Gulden 9 Denar. Rest 868 Gulden12 Schilling 3 Denar. Nachdem man 61 Gulden für die neue Fassung des Geschützes, 5 Gulden demLandschreiber und 2 Gulden des Landvogts Knecht zu Verehrung geschenkt hat, giebt der Landvogt jedemOrt 62>/z Kronen, thut 160 Gulden. 4. Rechnung mit Hans Heinrich Sproß, des Raths von Zürich,als Landvogt zu Baden. Einnahmen 2368 Pfund 3 Schilling 6 Haller; Ausgaben 785 Pfund16 Schilling 2 Haller. Der Vogt bleibt schuldig 1422 Pfnnd 13 Schilling 6 Haller (sie). Der Landvogthat jedem Ort 156 Pfund gegeben, das Uebrige hat man ihm für seine Kosten geschenkt. 5. Rechnungmit Romanus Erb, des Raths zu Uri, als Landvogt in den Freien Aemtern. Einnahmen 1516 Pfund

1 Schilling 4 Haller; Ausgaben 756 Pfund 5 Schilling 16 Haller. Der Vogt bleibt schuldig 1165 Pfund15 Schilling 6 Haller (sie, die Zahl für die Einnahmen ist etwas verschmiert). Die übrigen 45 Pfund

15 Schilling sindvogt Erben statthalter an syn costen, müi) und arbeit geschenkt". Der Vogt giebtdarüber jedem Ort 168 (sio) Pfund. 6. Vom Hinterhof und Stadhof wie im Text. 7. Aus derGeleitsbüchse zu Baden wird gegeben: 16 Pfund der Landeggerin zu Klingnau wegen eines Kinds;22 ^2 Pfund dem Arny (?) Huser von Klingnau auch wegen eines Kinds; 16 Pfund den Schützen zuBaden und in der Grafschaft; 2^/z Pfund den Schützen zu Klingnau; 34 Pfund beiden Gelcitslcuten;26 Pfund dem Landschreiber als Jahrlohn; 6 Pfund dem Substituten; 8 Pfund den Schützen zu Mellingen;5 Pfund der Stubenfrau; 4 Pfund dein Priester und Sigerist; 16 Pfund dem Untervogt und 4 Pfundzur Besserung: 6 Pfund dem, welcher das Wortzeichen beim obern Thor einnimmt; 4 Pfund dem Zoller;

2 Pfund dem Hans Meyer; 2 Pfund dein Trompeter; 2 PfundKropfschryber"; 2 Pfund die Gelcits-büchse» zu holen; 1 Pfund 4 Schilling um die Seckli; 1 Pfund 5 Schilling den Sondersiechen; 4 Pfundbeiden Stadtknechten; 2 Dickpfenningdes wirts im hindern Hof, wie sin dienst den zins bracht"!

16 Kronen denen von Bötzstein an ihre gewölbte Brücke; 8 Kronen dem Schuhmacher zu Gebistorf an seineBrunst; 171/2 Pfund dem von Wyningen wegen Erziehung eines Kindes; 25 Pfund den Dienern derEidgenossen und des alten und neuen Landvogts; 16 Kronen dem Simon Wynmann um Fenster. Antheiljedes Orts wie im Abschiedtext. 8. Aus den übrigen Geleitsbüchsen den Orten wie im Abschiedtext; denGeleitern von Klingnau 2 Pfund, von Coblenz 2 Pfund, von Zurzach 1 Pfund, von Mellingen 16 Pfund,von Bremgarten 6 Pfund, von Lunkhofen 2 Pfund, bei Vilmergen wird der Geleitsmann nicht genannt.9. Jedem der sechs Orte von dem Brudermann zu Lunkhofen 2 Kronen. 16. Dießcnhofer Zins, vonLandvogt Degen von Schwyz und vom Hans Z'bächi selig, Hauptmann zu St. Gallen, wie im Abschiedtext.11. Beim Erbeinungsgeld wird die Summe nicht genannt; dagegen heißt es, es sei von Hans MelchiorHeggenzer unterm 26. Juni für zwei Jahre entrichtet worden.

Zu xx. 1555, 3. Juli, Baden. Die zwölf Orte, ohne Schaffhausen, an Friedrich, Grasen Z»Fürstenberg, Heiligenberg und Werdenbcrg, Landgrafen in der Bar. Bürgermeister und Rath von Schaff'Hausen beklagen sich, wie vor einigen Tagen zwei ihrer Bürger, als sie in, Begriffe waren, von Husfinge»heimzureiten, auf dem Gebiete des Grafen von vier Reisigen, die auf Befehl des Kaisers hcrumstrcifc»sollen, auf freier Neichsstraße angesprengt, mit Schmachworten behandelt und der eine gefangen genommenworden sei, während der andere entronnen, »von einem der Reisigen aber weit inir" Landschaft verfolgtworden sei. Der Gefangene, um wieder frei zu werden, habe einiges Gelübd schwören und geloben müssen.Dieser Frevel beschwere die von Schaffhausen sehr, weßhalb sie aus schuldiger Pflicht, mit der sie und dieEidgenossen sich gegenseitig verwandt sind, letztere um Hülfe und Rath angerufen haben. Da die Ober»der Orte schon gerüchtsweise von dem Niederwurf, über den sie großes Mißfallen haben, gehört hatten, s"seien die Boten auf diese Tagleistung mit dem Auftrag abgefertigt worden, zu vernehmen, wie sich die Sacksteigentlich zugetragen habe. Da man in der Eidgenossenschaft jeden frei und sicher wandeln lasse, worübersich der Graf und die Seinigen nicht zu beklagen haben Werden, so möge der Graf selbst ermessen, welch?