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April 1555.
bei der göttlichen Schrift bleibe»; hätte er das gethan, so wäre dieser Span vermieden geblieben; wenn sieaber Bücher wollen ausgehen lassen, so sollen sie dieselben zuvor besichtigen und unnothwendige Bücher, „dieme (?) zivitracht, item zerstören dann buwen" (verbieten?). Foustelet soll in die Hand des Rathes geloben,er habe wider die von Genf geschrieben; „item Calvin, daß er inen ungütlich thue und schantlich uf si)erdacht, halte sy für fromm eerenbiderblüt, wisse ouch anders mit von inen (dann?) liebs und guts. Mewverwisen us miner Herren land in 14 tagen." Eine gleiche Entschlagung solle Pierre Thon thun bezüglichdessen, das er wider die von Genf und Calvin geredet hat und soll drei Tage und soviel Nächte gefangengelegt werden. (3. April.) Vor dem Rath zu Bern eröffnen die Prädicanten von daselbst, sie haben gesternnach langem bei den Genfern erlangen mögen, daß sie sich mit dem erfolgten Nathschlag begnügen, wennder Rath den Prädicanten in alle Capitel schreibe, weil dieser Handel die Lehre auch berühre und „sy hievorCalvini büchli der Prädestination für gut geben und noch, ouch das also anfangs hie und anderswo gelertmorden. Item das, so Zwingli deßhalb usgan lassen, noch gröber geacht, dennoch also beliben bishar;schribend und sy vermanind, by dem, so bishar gelert, daß ouch sy hie einhellig zu beliben, nützit nüwsfürnemind, by der alten leer belybind." Die Boten von Genf eröffnen, mit den gestrigen Sprüchen seienihre Herren vielleicht nicht wohl vergnügt, die Boten hoffen aber doch, sie werden zufrieden sein. Da aberihre Stadt und „sy" so schwer beladen worden seien, daß ihnen deßwegen Briefe aus Burgund undFrankreich zugekommen seien, so verlangen sie, daß ihnen über den Verlauf der Sache Brief und Siegelgegeben werden. Calvin bemerkt, er sei von seinen Herren beauftragt sich zu entschuldigen über das,worüber er von Zebedäus und Longe (?) angegriffen worden sei, weil er und andere Diener der Kirche„und" (solches?) bisher gelehrt und geschrieben haben, da aber Einige dawieder seien. Er begehre dahervon dem Rath eine Läuterung und Approbirung seiner Lehre, was man von derselben halte; er hoffe, ehrlichund treulich gelehrt zu haben; habe auch in Frankreich Einigen diese Lehre gegeben, die auf dieselbe gestorbenseien. Sonst habe er auf Zebedäus oder Andere keinen Neid, er wolle nur unbescholten und ruhig derKirche dienen, und da man ihm früher schriftlich geantwortet habe, so verlange er das auch jetzt. „DerSindique fürer antwort in schrift begert des begert burgrechten." Farel läßt anzeigen, er sei von der Classivon Neuenburg wegen des Spans, betreffend das Büchlein von Calvin, anhergeschickt worden, damit, wen"jemand dasselbe widerfechten wollte oder zu „ring" darüber gefahren worden sei, er wider die Betreffende»das Recht begehre, „erhalt", daß dasselbe gerecht und gut sei. Von Anfang der Religion haben er undAndere nichts Anderes gelehrt, das sei die alte und erste Lehre; alle Prädicanten außer Zebedäus und seineMitgesellen erkennen dieselbe für recht. Denen von Genf und Calvin antwortet der Rath, er habe geglaubt,sie hätten sich mit dem gestrigen Entscheid begnügt; er lasse es bei demselben verbleiben; er hätte wohl Ursacheinehreres gegen Calvin vorzunehmen, weil er Zwingli durch Zuschreiben, die er an Einige gethan, geschmähthabe, betreffend das Sacrament, wodurch auch die Disputation von Bern geschmäht worden sei; um desBesten wegen habe man Weiteres unterlassen. „Doch im (inen?) angezöigt haben", wenn die von BernBücher erhalten, welche der Disputation „widerstrytig", werden sie dieselben ausreuten und verbrennen lassen,wessen sie gewarnt haben wollen. Farel soll heimkehren, der Rath habe (oder werde?) eine Antwort gegeben(„geben"), von der er hoffe, sie werde zum Guten gereichen. Den Prädicanten von Bern wird erwiedcrt,der Rath habe sich gestern und heute weitläufig erklärt und erachte, die Sache werde hingelegt. Danebensei den „iren" geschrieben worden, wie sie sich halten sollen. Würde das nichts nützen, so würdeSchreiben wenig bringen; „abgwisen". (4. April.) Vor dem Nathe tragen die Genfer Boten weiter vor-