1170 März 1555.
freundlichen Erbietens habe man sich vieles Guten versehen „und besonders von wegen des abts zu Bellele burg-rechten, ouch der stift St.Jmbers, darum wir dann brief und sigel genugsamlich bybringen Möllen". Nun erhalteman heute eine Missive von dem Bischof, die man nicht erwartet habe, und von der man eine Copie beilege-Die von Solothurn bitten die übrigen altgläubigen Orte, ihre Gesandten auf den nächsten Tag zu Badendiesfalls zu instruiren, um ihnen neuerdings zu rathen, was sie zu Frieden und Ruhe thun können. Wenndie von Erguel denen von Bern so oft nachgelaufen wären und solche Zusagen gethan hätten, wie das gegendenen von Solothurn geschehen sei, so würden jene sie, ohne jemand zu befragen, in Schutz und Schir»'nehmen oder schon genommen haben, was die von Solothurn ohne Hülfe und Rath der altgläubigen Orte(„üwer") und vor Abhaltung einer Tagleistung nicht thun wollen.
St. A. Lucern: A. Bischof Basel. — K. A. Solothurn: Missivenbuch No.3S, S. 113.
1555, 12. Juni (Vigilia Corporis Christi). Solothurn an den Bischof von Basel. Wunsch, die inAussicht genommene Conferenz wäre auf einen frühern Tag angesetzt worden. Bericht, wie man vernehme,die von Erguel werden von Biel bedroht. Da in dieser Angelegenheit vielerlei auf Tagleistungen vorgemeinen Eidgenossen und sonst verhandelt worden sei, und man Allen denen, die sich der Sache annehme»wollten, das Recht dargeschlagen habe, „darzu die ablosung der versatzung, wie dan ir fürstliche»gnaden anwälte uf der tagleistung zu Baden im Merzen lesthingangen fürgewendt, nun mer abgekündt undir fürstlichen gnaden das gelt widerum zu erlegen versprochen", so glaube man, es sollte nichts Gewaltigesvorgenommen werden, und bitte den Bischof, die von Biel zu vermögen, keine Unruhe zu erregen, n. s. w-(Folgen andere Mittheilungen.) K, N. Solothurn: Missivenbuch No. Zl, S. l»4.
Siehe vereinigte Note zu d, lun» und ou.
Zu oo; siehe vereinigte Note zu k, nun, oo.
Zu pp. 1555, 27. März. Bern an Lucern. Die Boten, welche auf dem letzten Tag in Bade»gewesen sind, haben angezeigt, wie der auf den 15. Mai nach Zofingen angesetzte Tag ans den 21. Mmverschoben worden sei, was man sich gefallen lasse. Als gemeinen Schreiber haben die Boten von Lucer»den Stadtschreiber zu Baden vorgeschlagen. Man könnte die diesfälligen Kosten ersparen. Bei manche»'freundlichen Tag zu Zofingen habe jede Partei einen Schreiber gehabt, die jetzt, da nur eine freundlicheVerhandlung vorgenommen werde, auch genügen werden. St. A. B-rn- Deutsch Missivenbuch »v, S. »>«-
Zu qq. Hans Jacob Fugger, Herr von Kirchberg und Weißenhorn zu Weinfeldcn, giebt mit Schreibe»vom 22. März 1555 den zu Baden versammelten Rathsboten der im Thurgau regierenden VlI OrteKenntniß, daß er letzter Tage von Dietrich von Gemmingen zu Haimsen die Herrschaft Weinfelden imThurgau gekauft habe. Er erbiete sich gegenüber der Eidgenossenschaft zu aller Gebühr, Billigkeit und gute»'Willen. In Folge seiner Zuneigung zu den Eidgenossen habe er als seinen Verwalter Lutz Ulmer, sei»"»Vogt und Diener angenommen. Er bitte die Gesandten, ihren Obern dieses anzuzeigen und seinen Bog'und Diener für empfohlen zu halten. Er wolle in Betreff dieser Herrschast Alles leisten, was sich gebühre-(Man vergleiche den Abschied vom 7. Mai 1555 üll.)
St. A. Ziirich: Thurgnuer Abschiede <v VNI. SIS) s. ,<l vvre» lCople.)