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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
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877
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December 1553. 875

betreffend Errichtung eines weiter» Tractates und Bündnisses, ersuchen, damit solche dem Kaiser gemeldetund in der Sache weiter vorgegangen werden könne.

Sl. A. Luccrn: Allgcm. Abschiede I> ü, k. S7S. — St. A. Zürich: Abschiede Band IS, k. so. — K. A. Basel: Abschiede Band -b. - K. A.

Solothurn: Abschiede Band »2.

Zu I. Das Freiburger Exemplar hat den Nachsatz: Das sollen die von Appenzell auch den Abt vonSt. Gallen wissen lassen.

Beim Basler und Solothurner Abschied liegt unter dem Titel: „Hienach volgend Räbclausen gselengstalt und zeichen, wie er die angebeil und anzeigt hat", das ungefähre Signalement von neun benanntenIndividuen ; und dann unter dem Titel: „Räbclausen von Tambach vergicht", die Angabe von zwölf durchihn und seine Gesellen verübten Mordthaten, Brandstiftungen und Diebstählen.

Zu ». Der Vortrag des französischen Botschafters ist folgenden Inhalts: 1. Der König verdanke denEidgenossen ihr Bestreben, die in den III Bünden (Zürich und Basel: im Grauen Bund) von dem Eingehenauf die Forderunge» der Kaiserlichen zurückzuhalten, und ermuntere sie, in der Freundschaft zu ihm zuverharren. 2. Auch die aus der Grafschaft Burgund streben nach Neuerungen, die das gleiche Ziel.Trennung zwischen dem König und den Eidgenossen, verfolgen; die Eidgenossen werden ohne weitere Warnunghierauf aufmerksam sein. 3. Der Gesandte vernehme von eidgenössischen Hauptleuten, daß einer, genanntRychmuth und ein anderer, genannt Altmann, Unterthanen der Eidgenossen, in Verbindung mit einigenLandsknechten, Dienern des römischen Königs, stehen. Diese suchen die Angehörigen der Eidgenossen imThurgau, Rheinthal und Sargans zu gewinnen; der Gesandte nehme an, man werde ihnen kein Gehörschenken, wolle aber doch gewarnt haben, da sie sich namentlich zu Constanz und anderSwo in der Nachbarschaftber Eidgenossenschaft täglich herumtreiben. 4. Der König habe vernommen, wie der gegenwärtige Taghauptsächlich für die Angelegenheiten des Grafen von Greyerz bestimmt sei, wobei Viele in der Eidgenossenschaft,einige mehr, andere weniger, betheiligt seien. Der König zweifle nicht, die Eidgenossen werden ihremlöblichen Gebrauche nach so handeln, wie die Sache es erfordere; doch habe er den Gesandten beauftragt,sie zu ermahnen, daß sie betrachten, daß der gemeine Nutzen und die Sicherheit der Geineinden zunehmeund sich erhalte durch gemeine wahre Liebe und Freundschaft zwischen ihnen, und durch das Wiedcrspielunterdrückt werden.

Ct. A. Lucern: Mgcm. Abschiede I> 2, k. L78. - St. A. Zürich: Abschiede Bd. lv, t. 107. K. A. Basel: Beim Abschied. - K. A. Freiburg:Bad. Abschiede Bd. 1V, nach dem Abschied vom 9. Februar I5SZ, mit der Bemerkung, der Bortrag sei „udgangcn" den 15. Deccmber I55S.— N. A. Solothurn: Bei diesem Abschied.

Beim Lucerncr Abschied befindet sich eine Zahl von Kriegsberichten, z. B.: 1. Neue Zeitung ausFrankreich, durch Herrn von Basscfontaine vorgelegt, über den Fortgang der französischen Waffen in derPicardie. 2. Neue Zeitung aus Therouannes (von den eidgenössischen Hauptlcuten?). 3. Bericht desChristoph Last. Ordenscommenthur zu Würzburg vom 3. Juni über die Kriegsbegebenheiten zu Würzburg.4. Missiv von Bürgermeister und Rath der Stadt Rotweil an die eilf Orte (ohne Zürich und Bern) vom23. April über die Begebenheiten daselbst. 5. Brief eines Ungenannten aus Würtembcrg an Basscfontainevom Juli über die Kriegsbegcbenheiten in Deutschland. 3. Neue Zeitung aus Picmont dem von Bassefontainevon Oberst Fröhlich zugeschrieben vom 26. August über den Krieg in Piemont. 7. Neue Zeitung ausPicardie, Piemont und England. 8. Neue Zeitung aus des Königs Lager bei Miraulniont vom September.R Bericht über den Krieg bei Valenciennes seit dem 13. „dis manods". 13. Neue Zeitung, was bis zum3. September in der Picardie vorgefallen. „Diß kommt von Herrn Ascanio, kaiserlichen anwalt an AlbrechtRosin gschribcn." 11. Missive des Königs von Frankreich aus St. Quentin vom 21. September an dieEidgenossen, worin er meldet, daß er den größten Theil der eidgenössischen Knechte, um Kosten zu ersparen,über den Winter geurlaubt habe, beinebens ihr Verhalten belobt. 12. Missive von de lÄubespine anSchultheiß Hug zu Lucern aus Solothurn vom 13. October, worin über die Eroberung der Insel Corsicadurch djx Franzosen und daß der Kaiser krank sei, berichtet wird.