874 December 1553.
den Boten der vier Städte ferner über die Sache berathen werden. Wenn die Obern der Gesandten andiesem Vorschlag etwas zu verbessern wissen, so steht ihnen das anHeim. Auf dem nächsten gemeineidgenössische»Tag sollen die Boten der vier Orte mit Vollmacht erscheinen und im Sinne dieses Rathschlages das Anbringe»vor den VII Orten vollführen. Was der Bote von Glarus, als ihm die Angelegenheit vorgehalten wurde,für Bescheid gegeben hat, weiß jeder Bote anzuzeigen.
St. A. Zürich: Acten Luggarus. — St. A. Beim: Evangelische Abschiede >, f. 102, besondere Ausfertigung mit eigenem Titel. — ImK. A. Schaphausen bei diesem Abschied.
Die Aufgabe der vier Gesandten von Freiburg war so vertheilt: Schultheiß Studer hatte zu präsidirc»,Ulrich Nix und Martin Sesinger waren „Tagherren". Jost Freitag hatte die Umfrage zu halte».
, K. A. Freiburg: Rathsbuch No. 71 vom 7. December.
Im Zürcher Exemplar fehlen v, k, s, >v; im Berner <1—t, in r der letzte Satz; im Glarner e,t, >v; im Basler v—k, u, im Solothurner <1 und der letzte Satz in »; im Schaffhauscr v—4,in i der letzte Satz, s, u, >v; x aus dem Zürcher und Freiburger, ? aus dem Basler Exemplar.
Zu <t. Das Zürcher und Freiburger Exemplar enthalten zu diesem Artikel folgenden Nachsatz: Obwohldie VII Orte den Landvogt im Rheinthal, Hieronymus Knill, weil er ohne Grund Kosten veranlaßt habe,um 10 Kronen bestraft haben, und die Angelegenheit hiemit eine ausgemachte Sache sein sollte, so ist dochdie Meinung Aller, daß die von Zürich dem neugesetzten Landvogt befehlen sollen, sich in Betreff des Spansim Rhcinthal, deßwegen Boten hingesendet worden sind, zu erkundigen. Ungeachtet nämlich der gegenwärtigeLandvogt diesen Span nicht eröffnen wollte, so wird doch von Einigen gesagt, er habe auf Anweisung seinerObern, welche damals ihre Gewahrsamen nicht bei Händen gehabt haben, die Sache verschwiege». Ma»giebt daher dieses dem Boten von Zürich in den Abschied.
Zu x. Der Vortrag von Ascanius Marsus befindet sich, in besonderer Ausfertigung, cilfthalb Seite»stark, in der Kantonsbibliothek Freiburg: Girard-Sammlung 1'. V, S. 521. Ein Nachtrag, nachdem derHauptvortrag mit Beifügung des Datums (13. December) und einigem darauf folgenden leeren Raumabgeschlossen worden ist,, besagt: Der Gesandte vernehme neulich, wie des Königs Botschafter ausstreue, derKaiser sei der wahre Erbfeind der Eidgenossenschaft. Hiergegen wisse er kein besseres Zeugnis; anzurufen,als die Erinnerung der Eidgenossen selbst an das ihnen stets vom Kaiser erwiesene Wohlwollen, sowohl >»Aufrechthaltung der Capitel als in andern Dingen, wie er solches von den Eidgenossen auch erwarte, wobeier dahingestellt lasse, wie die Franzosen die Eidgenossen mit Bezug auf das, was sie diesen schuldig sind,gehalten haben; die Eidgenossen mögen selbst erwägen, was Gutes ihnen erfolgt wäre, wenn den Franzose»ihre Anschläge, die sie unlängst mit einigen deutschen Fürsten gemacht hatten, gelungen wären. Vinn mögedaher ein Einsehen thun, daß die Franzosen nicht so freventlich wider den Kaiser reden.
Zu I». Vortrag der burgundischen Gesandte». Sie seien abgeordnet von dem Herrn von Vergy.Gubernator der Grafschaft Burgund, und andern guten Herren und besondern Personen, denen die genau»»'Herrschaft empfohlen sei. um 1. sich zu entschuldigen, daß von ihrer Seite auf dem letzte» Tag zu Bade»keine Botschaft erschienen sei; das sei einzig deßwegen unterblieben, weil sie nicht zeitig genug Kenntmß vo»dein Tage erhalten haben. 2. „Und darum, daß villichter die genannte grafschaft Burgund gegen üwcrstrenge und Höchen gnaden in verbösserung dersclbigen gefallen und als wir bericht, u. g.' angezeigt ze si»'nämlichen, daß wir u. g. uit ansuchind, dann allein wann die not sölichs ervordere, darum wir in ernstliche»'bevelch haben, sölichs u. g. das widerspil anzuzeigen und zuvcrstan geben, als da» u. g. des gnugsamliche»bericht, daß wir den guten verstand, so zwüschen üwere(n) vilgemelte(n) gnad und der grafschaft Burgundist, wir zu jeder zyt gehalten und nit darwidcr gethon, dann allein u. g. in allweg der zall der unser»guten schirmern und protectores gchebt, wie dann u. h. w. sölichs durch die that wol ermessen können odermögen." 3. Sie sollen freundlich um Antwort, aus ihren am 13. Juni zu Baden gehaltenen Vortrag.