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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
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861
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November 1553. 859

solle». Dabei wolle» sie bemerke», sie solle» de» Verwalter» des Herzogs vo» Florenz kei» Gehör geben ;derselbe habe jetzt nebst den Genuesern seine» üble» Wille» gegen de» König je länger je mehr a» de» Taggelegt. Dabei befremde den Gesandten, daß nach dem letzten Abschied und bezügliche» Befehl der Eidgenosse»Hauptmann Jacob Schmid vo» Lauis, ihr Unterthan, sich ins Wallis verfügen konnte und sich dort vorden, Landrath präsentirte, der die Sache bis zum nächsten Landrath zu Ende dieses Monats aufgeschobenhabe. Uebrigens sei aller Grund vorhanden, anzunehmen, daß bei denen im Wallis guter Wille herrsche,so daß das Schreiben der Eidgenossen bedeutendes Ansehen genießen werde. 6. Vor zwei Tagen habe derKönig dem Gesandten einen Brief, den Eidgenossen zu präsentiren, übermittelt, betreffend den Grafen vonMartigue, damit dieser während der Zeit seiner Gefangenschaft von den Gelten nicht überfallen werde; seinVater sei vor vier Monaten gestorben, ebenso sein älterer Bruder, der bei Hedin verwundet worden sei; so seidas Erbe einzig auf den jünger» gekommen, der in Flandern gefangen sei, betreffend dessen Lösung manaber ernstlich verhandle. 7. Vogt Wunderlich sei »ach langem Dienen alt und blöde geworden und habeden König gebeten, ihn der täglichen Mühe zu entheben, was gerechtfertigt erschienen sei, wodann der Schreiber,Hug Schuler, sein Vetter, einzig indem söllichen glpchen ampt" geblieben sei, ein Mann, der seit Langemin vielen Geschäften gebraucht worden sei, und den Vogt Wunderlich als seinen Gespan und Gesellenbetrachtet habe. Als nun der Gesandte sich Mühe gegeben habe, in der Eidgenossenschaft jemand zu finden,der mit genügender Fertigkeit der Sprache die nöthige Kenntniß verbinde, um dem König dienen zu können,habe letzterer ihm befohlen, den hier anwesenden Hauptmann Clery zu gebrauchen, dem seine Obern diesesbewilligt haben und den der Gesandte nun den Eidgenossen vorstelle, mit der Bitte, ihn neben genanntemSchreiber Hug anzuerkennen (annemmcn") und von seiner Tauglichkeit und seinem guten Willen, demBefehle des Königs gemäß, dem Gesandten und den Eidgenossen zu dienen, überzeugt sein zu wollen. Datum15. November 1553.

Zu Ausgang des Tags erscheint Bassefontaine wieder und legt einen zweiten schriftlichen Vortragfolgenden Inhalts vor: Er habe vernommen, wie die Kaiserlichen den Eidgenossen neuerdings Briefe zugesendethaben, worin sie behaupten, die Knechte derselben seien vom König der Vercinung und der Erbeinungzuwider geführt worden. Der Gesandte weist diesfalls auf seine im frühern Vortrage enthaltene Widerlegunghin und bittet die Boten, ihre Obern über die Sache aufklären zu wollen.

St. A. Lucern: Allg. Abschiede 2, t. 251. K. A. Basel: Abschiede Band 25. K. A. Freiburg: Badische Abschiede, Band 16, nach demAbschied vom 12. Juni. K. A. Solothurn: Abschiede Band 32.

2. Wenn auch nur indirect mit dem Gegenstand unseres Artikels in Beziehung stehend, mag doch dernachfolgende Rathsbuchauszug hier eine Stelle finden:

1553, 3. November. Vor dem Rathe zu Freiburg eröffnet der Herr von Bassefontaine mündlich:l - Die Eidgenossen und insbesondere die Hauptleute Clerp und Nix haben sich mit ihren Knechten so tapfer,fromm und eidgenössisch gehalten, daß der König großes Wohlgefallen darüber empfangen habe, so daß er eineidgenössisches Herz gewonnen habe und ganz einSchwitzer" geworden sei; der Gesandte erstatte daher imNamen des Königs hohen Dank. 2. Vogt Wunderlich sei Alters halber von seinem Dienst zurückgetreten;drr König habe nun zu Hauptmann Clery ein solches Vertrauen gewonnen, daß er ihm vor Alle» ausViesen Dienst zuwenden möchte. Er bitte die von Freiburg, dieses genehm zu halten und ihn deßwegennicht von seinem Amt und Sitz zu verstoßen; Elery werde hiedurch keiner andern Eidespflicht unterworfen.N I» Betreff der Kaufleute habe der König dem Gesandten geschrieben, er habe vorgesorgt, daß dieselbennunmehr mit den neuen Auflagen nicht weiter behelliget werden ; würden sie nichtsdestoweniger hierumangegangen, so sollen sie dieses den Obersten anzeigen. 4. Der Gesandte bitte im Namen des Königs für

Funda; da er sich im Kriege so ehrlich gehalten habe, so möge man ihm Barmherzigkeit angedeihen"^ssen; das wolle der Gesandte dann dem König berichten. Der Rath antwortet: 1. Er habe große Freude^npfangeu über den Dienst seiner Hauptleute und Knechte, verdanke (dem Gesandten) den guten Willen und bitte,e von Freiburg stets für empfohlen zu halten und ihre Angelegenheiten zu fördern. 2. Ebenso freue man