September 1553. 827
streitigen Punkte zu erledigen. Wegen der vorhandenen großen Geschäfte sei ihm aber dieses unmöglich,weßhalb er Verlängerung begehre. 3. Betreffend den Handel des Bastards schlägt er die Bildung einesSchiedsgerichtes vor. 4. Endlich bitte er, ihm einen Rathsboten nach Baden zu vergönnen, um mit denenvon Bern zu verhandeln, damit seine Herrschaften nicht um so kleines Geld verloren gehen. Nachdem derGraf zum zweiten Male vorberufen worden, eröffnet er weiter: Wenn die von Freiburg jene 24,000 Kronenübernehmen, für welche die Unterthanen geburget habe», und die Schuld, für welche Herr Ammann demFranz von Affry gutgesprochen habe, so wolle er ihnen die Ablösung auf Galinis schenken. Rüth undBurger verhören nun vorab das Wiederbringen der Gesandten, welche zu Corbers gewesen sind (siehe obenZiff. 4). Hierauf beschließen sie: !. Die Boten, welche nach Baden geordnet werden, sollen vor gemeinenEidgenossen den Handel aller Länge nach vortragen, wie die von Freiburg das Recht erlangt haben undden Grafen gütlich angegangen seien, dem Urtheil stattznthun und Brief und Siegel nachzuleben; das habeman aber nicht erlangen mögen; man wolle daher erklärt haben, daß man solches nicht ertragen könne undveranlaßt sei, Mittel zu suchen, den Grafen dahin zu bringen, daß er der Billigkeit nachkomme. Danebensollen sie gemeine Eidgenossen bitten, denen von Freiburg behülflich zu sein. 2. Betreffend die Ablösungvon Joun (Jaun) soll Ulrich (Nix) versuchen, ob „er" dieselbe denen von Freiburg schenken würde; diesewürden ihm dagegen 200 Kronen schenken und die Sache in anderer Weise um ihn verdienen. 3. Anbelangenddie Ansehung eines Tages wegen Oron und den Handel des Bastards von Greyerz lasse man die Sachebei dem frühern Rathschlag verbleiben. 4. Da der Graf denen von Freiburg wegen Corbers keine Antwortgegeben habe, so könne man ihm keinen Rathsboten bewilligen, um vor gemeinen Eidgenossen zu erscheinenund ihm wider die Mitbürger derer von Freiburg behülflich zu sein. K. A. Freiburg - Rathsbuch N°. ?>.
III. 1553, 5. September. Vor dem Rath zu Bern begehrt der Graf von Greyerz in eigener Personwiederholt Verschub, man möge ihm mit den Eidgenossen berathcn und beholfen sein und Geld verschaffenund noch eine Zeitlang stillstehen und das ihren Boten zu Baden befehlen; er (verwende sich) jetzt desOrdens wegen „by eyd" beim König, der ihn vielleicht in der Roth bedenken werde. Der Rath bleibt beiber Antwort, die ihm früher zwei Mal gegeben worden sei; er wisse nichts Anderes zu thun.
St. A. Bern: Rathsbuch No. SS5, E. SS7.
27».
Waden. 1353, 4. September (Montag).
Staatsarchiv L'uccrn: Allgein. Abschiede I> S, k. SIS. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Band 19, k. SS.
^ taatsarchjv Bern : Allgem. eidgen. Abschied-dl S. 70. Laiid-Sarchiv Schwyz: Abschiede. LandeSarchi» «bivalde»! Abschiede.a>>t°»«archjv Glarns: Abschiede. Kantonsarchiv Basel: Abschiede Band 25. Kantonsarchiv Freiburg- Badische Abschiede Band IS.»ntonsarchiv Solothur»: Abschiede Band S2. Kantonsarchiv Tchaffhauscn: Abschiede. Landesarchiv Appenzell: Abschiede.
Gesandte: Zürich. Johann Rudolf Lavater, Bürgermeister; Johann Escher, Stadtschreiber. Bern,^sgang von Weingarten, Venner; Glado Mai, beide des Raths. Lucern. Hans Hug, alt-Schultheiß. Uri.osua von Beroldingen, Ritter, Landainmann. Schwyz. Jörg Reding, Landammaim. Unterwalden.'^us Jmfeld, Ritter, Landammann zu Obwalden. Zug. Johann Letter, Ammaun. Glarus. Joachim" >, alt-Landammann. Basel. Kaspar Krug, des Raths. Freiburg. Jost Freitag; Martin Sesinger,und alt-Burgermeister. Solothurn. Konrad Graf, alt-Schultheiß. Schaffhausen. Alexander«^(^Bürgermeister. Appenzell. Joachim Meggeli, Landammann. E. A. A. k. 107, b. Ibiäom:°H°l. Abschiede 1541—1590.