798 Juni 1553.
Zu «zq. 1553, 3. Juli. Vor dein Rath zu Freiburg berichtet Martin Sesinger, es sei in Betreffdes Guts des Grafen von Grcyerz, nachdem dieser spät genug zu Baden angekommen sei, ei» Einschengeschehen, in der Meinung, dasselbe solle durch einige Eidgenossen zu Peterlingen geschätzt und im Anfangkommenden Augusts den Gelte:? nach Billigkeit ausgetheilt werden. Das habe der Graf nicht annehmenwollen, mit der Erklärung, die Eidgenossen seien nicht seine Herren und haben keine Gewalt, seine Güterzu schätzen, mit angehängter Protestation, daß solches ihm nicht schaden solle; „begert wider für dieEidgenossen". Da sei ihm von allen Orten geantwortet worden, da er keinen gemeinen Geltentag habeannehmen wollen, so lasse man jeden bei seinen Briefen bleiben und möge jeder gemäß derselben rechtlichgegen ihn fürfahren. a, A. Frciburg- Rathsbuch No. 71.
Zu 8«. Die im E. A. A. unterm Titel: Katholischer Orten Abschiede 1541 — 1590 enthalteneSammlung giebt die Vogtrechnungen so: 1. Abrechnung mit Jost Krepsinger, des Raths zu Lucern, alsLandvogt in den Freien Aemtern. Einnahmen: 1949 Pfund 9 Schilling 2 Haller. Ausgaben: 762 Pfund12 Schilling. Rest: 1186 Pfund 17 Schilling 2 Denar. Trifft jedem Ort 160 Pfund. 2. Rechnungmit Martin Zukäs von Schwyz, als Landvogt zu Sargans. Einnahmen: 2047 Pfund 1 Schillingt/z Denar. Ausgaben: 1204 Pfund 14 Schilling 3 Denar. Rest: 842 Pfund 6 Schilling 3^2 Denar.„Hat jedem ort geben" 112 Pfund. 3. Rechnung mit Ambros Jmhof, des Raths zu Bern, als Landvogtzu Baden. Einnahmen: 1798 Pfund 5 Schilling 6 Denar. Ausgaben: 758 Pfund 19 Schilling 2 Haller.Rest: 1039 Pfund 6 Schilling 4 Denar. Er giebt jedem Ort 110 Pfund. 4. Rechnung mit MartinDegen, des Raths zu Schwyz, als Landvogt im Thurgau. Einnahmen von den hohen Gerichten:452 Gulden 7 Schilling 6 Denar. Ausgaben: 534 Gulden 10 Schilling 4 Denar. Mehr, das auch indie Ausgaben gehört, 28 Gulden 10 Schilling. Die X Orte bleiben dem Vogt schuldig 110 Gulden12 Schilling 10 Denar. Trifft auf jedes Ort 11 Gulden 1 Schilling 3 Denar, „da aber die dri stettihren theil jetzmal nit bezalt haben". Einnahme von den Niedern Gerichten: 516 Gulden 1 Schilling6 Denar. Ausgaben: 112 Gulden 6 Schilling 8 Denar. Rest: 403 Gulden 9 Schilling 10 Denar.Gebührt jedem Ort: 57 Gulden 10 Schilling. Nach Abzug der 11 Gulden 1 Schilling 3 Denar, diejedes der X Orte dein Vogt schuldig geblieben ist, hat der Vogt jedem der VII Orte zu geben: 46 Gulden8 Schilling 9 Denar. 5. Rechnung mit Hieronymus Knill, des Raths zu Appenzell, als Landvogt imRheinthal. Einnahmen: 1218 Gulden 6 Schilling 11'/z Denar. Ausgaben: 346 Gulden 14 Schilling4 Denar. Rest: 871 Gulden 7 Schilling 7'/z Denar. Er giebt jedem Ort 107 Gulden, je 15 ConstanzerBatzen für einen Gulden. 6. Aus den Geleitsbüchsen werden entrichtet den Geleitern von: Zurzach 1 Pfund,Klingnau 2 Pfund, Brenigarten 6 Pfund, Coblenz 2 Pfund, Vilmergen 2 Pfund, Mellingen 10 Pfund.An die Orte erfolgt aus den Geleitsbüchscn wie im Abschiedtext, bei Vilmergen wird beigefügt: an Solothnrn
3 Pfund 4 Schilling; Lunkhofen fehlt hier durchweg; anstatt bei de» großen Bädern heißt es hier: vonNiedern Baden. 7. Vom hintern Hof wie iin Abschiedtext; der Stadhof fehlt hier. 8. Aus der Geleits-büchse von Baden werden gegeben: 16 Pfund der Landeggerin zu Klingnau wegen Erziehung eines Kindes;2^/z Pfund den Schützen zu Klingnau; 10 Pfund den Schützen in der Stadt und Grafschaft Baden;
4 Pfund beiden Stadtknechten; 20 Pfund dem Landschreiber; 6 Pfund seinem Substituten; 34 Pfundbeiden Geleitsleuten und ihren (Weibern?); 5 Pfund der Stubenfrau; 4 Pfund „Priester und sigerist" ;4 Pfund Schweri, dem Läufer; 6 Pfund der Frau, welche die Wortzeichen beim obern Thor einnimmt;4 Pfund dem Zoller; 2 Pfund dem Hans Meyer; 2 Pfund dem „Kropfschriber"; 2 Pfund dem Trompeter;1 Pfund 4 Schilling um die Seckli; 22^2 Pfund wegen Erziehung eines Kindes zu Klingnau; 8 Batzeneiner armen Frau von Ehrendingen; 8 Batzen dem Läufer, der die Geleitsbüchsen gereicht hat; wieder22'/2 Pfund für Erziehung eines Kindes; „miner Herren der Eidgnossen dienern samt nütvem und altemlandvogt" 10 Gulden; 4 Pfund den Spiellcuten; 1 Pfund 5 Schilling den armen Sondersiechen zu Baden;10 Pfund Jahrlohn dem Untervogt und 4 Pfund Besserung. Vom Rest erhält jedes Ort wie im Abschiedtext,nur enthält unsere Quelle zwischen dem rheinischen und den darauf folgenden 2 Gulden noch 1 Thaler.