Juni 1553.
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Bericht, wie Markgraf Albrecht von Brandenburg beabsichtige, in die Grafschaft Burgund zu ziehen undaus derselben den König in dem Herzogthum Burgund und in andern Ländern zu überfallen, Alles mitWillen des Kaisers, seines Meisters. Würde dieses geschehen, so würde der König, der stark gerüstet sei,seinen Zug in die Grafschaft Burgund richten und daraus „bringen", was er möge, denn er würde erachten,daß hiemit der Kaiser die Neutralität gebrochen hätte. Das hat man, wie obsteht, denen aus der GrafschaftBurgund angezeigt. 2. Derselbe Gesandte eröffnet, von der Regierung von Ensisheim seien einige Kriegsleute,welche in den Dienst des Königs von Frankreich ziehen wollten, gefangen gesetzt, beschädigt und das Geldihnen genommen worden. Da nun letztes Jahr der König auf das Ansuchen der Eidgenossen die Regierungvon Ensisheim verschont, sie nicht angegriffen noch beschädigen lassen habe, wogegen auch die Regierungseinen Boten zugesagt Habe, die gefangenen Landsknechte unentgeldlich freizugeben, jetzt aber dieselben wiederfange, so sei der König veranlaßt, den Seiingen zu gelegener Zeit eine „Streifte" von Metz bis nachEnsisheim zu bewilligen. Man schreibt dieses der Regierung zu Ensisheim zu und ersucht sie dringend, diebetreffenden Landsknechte unentgeldlich zu erledigen und dem König keinen Anlaß zu Schädigungen zu geben.3- Endlich eröffnet der Gesandte, wie der Herzog von Florenz sich ohne Ursache zum Feind des Königsgemacht habe; man möge daher feiner Botschaft kein Geleit geben, sie nicht anhören, sondern aus derEidgenossenschaft verweisen. Man antwortet ihm, wie vor in dem Abschied enthalten ist. »». VogtHünenberg von Lucern, Hans Niser von Unterwalden und Fridli Dolder von Glarus zeigen an, wie sieueue Häuser gebaut haben, und bitten jedes Ort um Wappen und Fenster. Füllt in den Abschied. Dabeiwird der frühere Beschluß erneuert, daß zu Tagen nur für Kirchen, Rathshänser, Schützen- und Wirthshäuserum Fenster gebeten werden dürfe; Gesuche für Privatpersonen sollen an die einzelnen Orte gelangen, wodie Bittsteller persönlich zu erscheinen haben. I»I». Die Boten von Zürich eröffnen ein von Rotweil ihnenZugekommenes Schreiben des Inhalts, der Kaiser und der römische König bewerben sich bei den geistlichenund weltlichen Fürsten, Prälaten, Grafen, Herren, denen vom Adel, auch bei den Frei- und Reichsstädtenbes schwäbischen und rheinischen Kreises („beider schwäbischer und reinischer kreisen") um Errichtung eines neuenBundes, ähnlich dem vor einigen Jahren bestandenen schwäbischen Bunde. Da nun einige Fürsten und Städtediesen Bund für rathsam und nützlich befunden haben, seien die von Rotweil, als dem schwäbischen Kreise einverleibt,uuch um den Beitritt angegangen worden. Weil aber auf diesen Bund täglich allerlei Kosten laufen, ferner die vonNotweil auch früher in dem schwäbischen Bunde nicht begriffen gewesen seien, zumal sie der Eidgenossenschaft verwandtseien und daher keines andern Bundes zu bedürfen glauben, so haben sie das an sie gestellte Ansinnen abgewiesen.Das wollen sie den Eidgenossen anzeigen mit der Bitte, ihnen für den Fall, daß sie weiter angesucht werdensollten, guten Rath zu ertheilen. Man hat ihnen nun geschrieben, sie sollen bei ihrer Antwort verbleibenund was ihnen weiter begegne und sie über die schwebenden Zeitläufe erfahren, berichten. Beinebens sollAngelegenheit jeder Bote heimbringen, damit man sich entschließe, was man denen von Rotweil rathenwolle, wenn sie weiter in dieser Sache angegangen würden, ev. Für diese und andere vorfallenden Geschäftes>at man einen andern Tag auf Sonntag nach St.Verenä (3. September) nach Baden angesetzt, auf dem jederBote mit genügender Instruction erscheinen soll. Ein wälscher Herr erscheint lind eröffnet, das HospitalZUM heiligen Geist am Lauisersee sei in Abgang gekommen, ein frommer Herr aber habe unternommen,dasselbe wieder zu Ehren zu bringen, vermöge aber dieses nicht ohne Hülfe und Steuer guter Leute zuvollbringen. Auf der letzten Jahrrechnung haben ihm nun die Boten der Eidgenossen einen Bettelbriefovtheilt, der aber nur ein Jahr lang in Kräften gewesen sei, welches Jahr nun zu Ende gegangen. Das
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