April 1553.
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gewesen, um sich zu vergleichen; dem aber sei der Markgraf nicht nachgekommen, sondern habe weitere Befehlevom Kaiser empfangen. Wie hierüber die Fürsten an den König und dieser dem Gesandten berichtet habe,soll der Markgraf das Herzogthum Burgund kriegerisch anfallen, angeblich wegen seiner Ansprache, die er andem König habe, aber nicht unter dem Scheine, daß der Kaiser ihm hiefür Anleitung und Geld gegebenhabe und es mit dessen Gunst geschehe. Der König wolle nun denen von Freiburg und andern Eidgenossen,denen im gleichen Sinne geschrieben worden sei, dieses berichten und ihnen nicht verhehlen, daß er, sobaldihm der Anzug des Markgrafen bekannt werde, die Neutralität der Grafschaft Burgund, die einzig auf dasBegehren der Eidgenossen errichtet worden sei, als gebrochen betrachten, und diese Grafschaft ebenfalls anfallenwerde. Die von Freiburg mögen nun hierüber sich berathen und thun, was ihnen gut scheine. Er erinneredabei auch, wie der König auf die Bitte der Eidgenossen, die zu ihm nach Elsaß-Zabern zu seinem Heerzuggekommen sind, das Elsaß unbeschädigt gelassen habe. 4. Er habe denen von Freiburg eine „Oraz" zugeschickt,welche die von Hohen-Siena vor dem König gethan und wobei sie ihm für ihre wieder eroberte Libertätgedankt haben. Siena sei nämlich auch früher eine freie Herrschaft gewesen und erst vor wenig Jahren unter dasJoch des Kaisers gebracht worden, der in dieser Stadt ein Schloß errichtet und dasselbe mit zweitausendSpaniern besetzt hatte. Nun berichte der König den Gesandten, wie Einer, der sich Herzog von Florenzuenne, und dem das Herzogthum vom Kaiser zugestellt worden sei, auf Seite des Kaisers gewisse Practikenunternehme, in der Hoffnung, gemäß einer Zusage des Kaisers, den halben Theil von Siena zu erhalten,wenn dasselbe nach dem Willen des Kaisers erobert würde. Derselbe habe nämlich kürzlich durch einengewissen Jacob Schund zu Lucern sich dafür beworben, daß man seine Gesandtschaft in der Eidgenossenschaftverbleiben lasse. Warum das geschehen sei, wisse man nicht; doch sei anzunehmen, diese Botschaft werdenichts Glimpfliches gegen den König in der Eidgenossenschaft reden und handeln. Der Herzog von Florenz leistenämlich wider die von Siena Schutz, Geld und Vorschub, doch heimlich und ohne sich als Feind des Königs zuerkennen zu geben. Uebrigens nehme sich der König derer von Siena nicht besonders an, außer daß sie ihnum „schub und fürsatzung" von Geld zur Beschirmung ihrer Freiheiten und für den Unterhalt ihres Kriegs-volks, das sie aufnehmen mußten, weil der Kaiser sie für und für bekriegen lasse, gebeten haben. DerGesandte wolle dieses denen von Freiburg, wie andern Eidgenossen, gerne anzeigen, damit sie sich vor solchenPractiken und Handlungen desto besser hüten können und die Sache des Königs, gemäß ihrer Pflicht, unter-nutzen. Der Rath antwortet: 1. Mit Bezug auf den ersten und zweiten Artikel sage er dem Gesandten fürNinen guten Willen und seine angewendete Mühe Dank. 2. In Betreff der Unternehmungen des Markgrafenwolle man sich am nächsten Mittwoch (26. April) versammeln und berathen, ob man dieses auch denen vonBern, Solothurn und Basel berichten und sie zusammen berufen wolle. 3. Der Warnung wegen des vonFlorenz werde man eingedenk sein und auf Tage den Boten von Freiburg in Befehl geben, was zur Sachegeziemend sei.
Punkt 1 führte schon unterm 10. April (Montag nach Quasimodo) zu Verhandlungen mit Solothurn:
Vor dem Rathe zu Solothurn entbietet unter genanntem Datum Scckelmeistcr Reif im Namen seinerObern zu Freiburg deren Gruß und eröffnet: Einer auf einem Schloß schlage gleiche Münze wie die zuFreiburg, worüber diese sich beschweren. Sie haben ihm geschrieben, er solle sich nicht ihres Schlagsbedienen. Auf dieses habe er geantwortet, „zu verwundern so aber mit kleinem underschcid bescheche". Siehaben dann begehrt, daß er anstatt der Burg ein „Koupf" und Kreuz mache. Dasselbe haben sie auchdenen von Bern angezeigt. (S. Absch. 27. März bis 7. April IV). Wenn man die betreffende Münze gegen
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