Februar 1553.
759
2. 1553, 1t>. Februar. Vor dem Rath zu Frciburg berichten Reif und List über ihre Verrichtungenzu Bern. Nachdem sie vor dem Rath daselbst ihren Vortrag wegen des „Anmutcns", das ihnen in Betreffder Grafschaft gethan worden sei, gemäß Instruction eröffnet hatten, sei ihnen geantwortet worden, man seiin kleiner Zahl versammelt und könne dcßhalb keinen eigentlichen Bescheid geben. Man werde aber beförderlichihr Begehren, ohne daß ein Vorstand nöthig sei, einer zahlreicher» Versammlung vorlegen und sich dannberathen, ob man die Sache vor die Bürger wolle kommen lassen; immerhin werde man eine beförderlicheAntwort zuschreiben. n. A. Fr-iburg: Rathsbuch No. 70.
255.
Maden. 1553, 9. Februar (Donstag).
Staatsarchiv Lucern: Allgem. Abschiede L 2, k. I6t>. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Band 19, 5. 2.
Staatsarchiv Bern: Allgem. eidgenöss. Abschiede X k. i. Landesarchiv Schwyz: Abschiede. LandeSarchiv Obwalden: Abschiede.
Kantonsarchiv Glarus: Abschiede. KantonSarchiv Basel: Abschiede Band 25. Kantonsarchiv Freibnrg: Badische Abschiede Band 10.ttantonSarchiv Solothnrn: Abschiede Band 32. KantonSarchiv Schaffhausen: Abschiede. LandeSarchiv Appenzell: Abschiede.
Gesandte: Zürich. Hans Heinrich Sproß, Statthalter. Bern. Anton Tillier, Seckelmeister. Lucern.Ulrich Dulliker, Seckelmeister. Uri. Amandus von Niederhofen, alt-Laudaimnann. Schwyz. Jörg Neding,Landammann. Unter walden. Heinrich zum Weissenbach, alt-Landammann in Obwalden. Zug. HeinrichZehnder, des Raths. Glarus. Dionysius Bussi, alt-Landammann. Basel. Kaspar Krug, des Raths.Freiburg. Petermann Ammann, Schultheiß; Wilhelm Jenni, des Raths. Solothurn. Urs Sury,Schultheiß; Urs Wielstein, Seckelschreiber. Schaff Hausen. Ulrich Pflum, Pannerherr. Appenzell.Othmar Kurz, Landammann. — E. A. A. k. 106, b. Ibiäom: Kathol. Abschiede 1541—1590.
k». Der Gesandte von Zürich eröffnet auftragsgemäß, vor kurzer Zeit sei eine Botschaft derer vonColmar im Elsaß vor seinen Herren erschienen und habe für die Gesandtschaft, welche die Eidgenossen aufdie Bitte derer von Colmar und einiger Verwandter und Nachbarn zum König von Frankreich abgeordnethaben, den besten Dank bezeugt, mit dein Erbieten, dieses durch gute Nachbarschaft zu erwiedern. Dainitsodann die von Colmar nicht undankbar erscheinen, haben sie jedem Boten, der damals beim König war,20 rheinische Gulden, und jedem Knecht 3 Thaler zu einer Verehrung geschenkt. Wird in den Abschiedgenommen. ?». Derselbe Gesandte zeigt an, seine Obern haben einen ihrer Burger, der auch ihr Rathsfreundgewesen sei, Meister Jacob Wegmann, weil er eine zeitlang der Vernunft beraubt war, im Gefängniß gehabt,und als sie glaubten, sein Zustand habe sich gebessert, ihn aus demselben wieder entlassen. Auf dieses seiWegmann sofort in einige Orte der Eidgenossenschaft geritten. Da man nun nicht wisse, ob er etwa miteinigen Leuten Kaufsverhandlungen abgeschlossen habe, so habe man ihn wieder ins Gefängniß gelegt unddein Boten aufgetragen, auf diesem Tag anzuzeigen, daß diejenigen Leute aus den Orten, denen Wegmannetwas schuldig sein möchte, sich nach Zürich wenden sollen; man habe dort Leute verordnet, die jedermannhierum Bescheid ertheilen werden, e. Der Gesandte des Königs von Frankreich, Herr von Bassefontaine,eröffnet, er habe gleich nach dem letzten Tage zu Baden das ihm von den Eidgenossen vorgetragene Anliegenin Betreff der Grafen von der Cammern ausführlich dem König berichtet. Dieser, um den Eidgenossen seingeneigtes Gemüth zu ihnen zu beweisen, habe den Sohn des Herrn von Lavaus (la Vaulx) zum Grafenund seinem obersten Präsidenten nach Cammerach abgeordnet, mit der Weisung, die Angelegenheit zu Endezu bringen, welcher Abgeordnete an Fleiß und Ernst nichts mangeln lassen werde. Auf eine bezügliche Anzeige