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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
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December 1552. 745

dem Stadtschreiber zu Basel zum Uebersendeu zugeschickt habe, stelle mau ihm wieder zurück, da denen vonBasel nicht gelegen sei, dem von Bollwyler Briefe zu überliefer», »och ihn für ihren gnädigen Herrn, wiedie Ueberschrift laute, anzuerkennen. «. si. Basel: Missivenbuch isso-s-, s. «5,

247.

ßompiegne, Mris, St. Oermain, Lyon. 1552, 15. December bis 1553, 15. März.

Verhandlung zwischen der Eidgenossenschaft und Frankreich über Zollangelegenheiten und den durch denMarkgrafen von Brandeilburg erfolgten Niederwurf.

Wir beziehen uns auf folgende Aktenstücke.

1. 1552, 4. November. Der Rath zu St. Gallen an den König von Frankreich. Vor dem Rathseien erschienen Ambros Eigen, Reichsvogt, und Olhmar Zollikofer, beide des Raths, nebst Jacob Zyli,Stadtainmann, für sich und seine Gesellschaft, und Kaspar Schlumpf für (och") gemeine Kauflcute, Burgervon St. Gallen, und haben eröffnet, wie sie einige Empfehlungsschreiben von den Eidgenossen der XIII Ortean den König von Frankreich erhalten haben. Sie haben nun gemeinschaftlich de» Jacob Ramsperg, desRaths, (den Zeiger dieses Briefes) verordnet, jene Fürschriften dem König zu überreichen und ihm desWeitern ihre Anliegen und Beschwerden vorzutragen und sich im Sinne derselben zu bewerben. Sie bittendaher den Rath, ihnen, als Burger» von St. Galle», mit einer Fürschrift an den König behülflich zu sein.Der Rath ersuche nun den König, sich den genannten Jacob Ramsperg empfohlen sein zu lassen, was ervorbringe anzuhöre» und seinen Anbringen Glauben zu schenken.

Stadtarchiv St. Gallen: Drucke XXII, Li. (Französisch und deutsch.)

Dieser Act wurde darum etwas weitläufiger ausgezogen, weil nach dem folgenden Actenmaterial dieFrage, wen Ramsperg in Frankreich zu vertreten hatte, keine ganz einfache ist.

2. Unter dem Titel:Acta und Handlung, so Jacob Ramsperg von wegen des nüw ufgelcgten zollswegen (sie) zu Lyon den kouflüten in der Aidgnoschaft ufgelcgt, zu Paris vorm künig zu Frankrych und sinenräthen gehandlet und usgericht hat anno 1553", liegt im Stadtarchiv St. Gallen: Trucke XXII, 27, ein61 Folioseiten haltendes fleißig geführtes und gut geschriebenes Tagebuch von Ramsperg über die diplomatischenVerrichtungen auf seiner Mission. Der starke Umfang der Schrift erlaubt eine einläßliche Wiedergabe nicht undmüssen wir uns daher auf folgendes Wenige beschränken. Vom 15. bis 31. December 1552 bewegt sich diepolitische Thätigkeit unseres Gesandten in Compiegne; dann vom 1. bis 23. Januar 1553 in Paris; vonda bis zum 28. Januar in St. Germain; vom 28. Januar bis 27. Februar wieder in Paris, je nachdemsich der König da oder dort aufhielt, und endlich bis zum 15. März in Lyon. Ramsperg präsentirt sichhier und gilt nicht bloß als Gesandter von St. Gallen, sondern als solcher der Eidgenossen der XIII Orte.Bei ihm befindet sich als Begleiter (allerg Herauld) Konrad Kapfmann. Der Verkehr des Gesandten mitdem König selbst beschränkt sich mehr auf das Treffe» desselben auf dem Gang nach der Kirche oder aufdie Jagd als auf einläßliche Verhandlungen im Cabinet. Solche finden hauptsächlich mit dem Connetable,dem Kanzler, dem Bischof von Orleans, verschiedenen Räthen des Königs, Dolmetschen und Secretären statt,mit denen in Versammlung und einzeln mitunter lebhafte Gespräche gewechselt werden, ohne daß dieselbenmit einem Beschlüsse endigen. Der Hauptsache nach bildet den Gegenstand der Verhandlung der Zoll fürdie eidgenössischen Kaufleute in Frankreich; daneben aber auch die Entschädigung der betreffenden Kaufleutewegen des Niederwurfs ihrer Waaren durch den Markgrafen von Brandenburg, wobei die Franzosen behaupten,der Markgraf sei damals nicht im Dienste des Königs gewesen; auch über die Angelegenheit betreffend die

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