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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
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898
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898 November 1537.

und die Eidgenossen sollen sich durch das übermüthige Schwatzen Boisrigault's nicht davon abwenden lasse»,der ebenso leicht die Ihrigen verführen und umbringe» möchte, als er dies einem Andern zutraue . . . -Als wirklicher wohlerfahrner Chroniker hätte er auch ohne Zweifel die Bedeutung des sicilianischen Abendsbesser verstanden und die Pfeife nicht aus dem Sacke gezogen, da die Sache ganz andere Ursachen habe. - >Wenn Boisrigault so übel aufnehme, daß die Eidgenossen dem Kaiser wider den Türken dienen solle»,sei ihm wohl zu verzeihen wegen der großen Freundschaft und der Vercinnng, die der König von Frankreichmit letzteren, habe; denn es sei zu glauben, daß ihm das Herz im Leibe zerspringen würde, wenn es den'Türken mißlänge, und daß ihm der nächste Zug gegen diesen nicht gefalle; darum sei er so emsig bemüht,die Eidgenossen davon abzubringen, und belade er den Kaiser mit einen, so unbillgen Krieg, damit der Türkedesto leichtern Spielraum habe gegen die Christen; das sehe man daraus, daß er so handfest in Italien bleibeund auch die eidgenössischen Knechte dahin führe, die er doch alsverlaufene" schätze, indem er vorgebe, siehaben unaufgefordert ihren Dienst anerboten,und syend also usgenomcn, als ob man es us barmhertzigkeügethan hett, diewil sy sonst kein dienst hcttcn ghau." Der Gesandte des Kaisers hoffe, daß die Eidgenosse»eine so liederliche Entschuldigung nicht annehmen werden .... Der Boisrigault gebe sich auch große Mühe,die Gegenwart französischer Schisse bei den Türken zu entschuldigen; aber das könne schwerlich gelingen. (Folgtschlagendes Detail). Die Nachricht von der Größe der Rüstung im Picmont sei eine Zeitung wie viele andere,dieneben dem Bohnenlicd" hingehen; es sei dort noch gar nichts geschehen, was dem Kaiser Schaden bringtund bald dürften andere Berichte kommen, da Gott ihm des Rechtes wegen Glück geben werde.

Zuletzt gehe der Hochmuth des Boisrigault so weit, daß er nicht nur die Lebenden beschimpfe, sonder»auch den in Christo Ruhenden vorwerfe, was sie im Leben gewirkt haben. Weil er den frommen Altvorder»der Eidgenossen nichts Anderes vorzuhalten wisse, greife er sie in der Meinung, nur er habe Alles wolsigemacht in den Artikeln der freundlichen Erbeinung an, die ihnen doch nichts Anderes als Ruhe und Sicherhellbringe; wenn er sie recht besehen hätte, so schriee und bellte er nicht so dawider, da der Kaiser ihnen hiuwiedttSchutz und Schirm schuldig sei, wie sie ihm; so grob rede aber Boisrigault über diesen Artikel nur, weil erdie Ihrigen wider denselben entführt habe. Er ziehe auch etwas von Tyranneien an, hätte aber wahrlich »Ursache, davon zu schweigen; wenn diejenigen, die so meistcrlos reden, dem Kaiser und andern Fürsten dasIhrige wieder zu Händen stellten,der atzlen wurden wenig federn bliben, sonders blutt und bloß best»»-"Die Eidgenossen mögen dies Alles und Anderes, was sie selbst ermessen können, wohl betrachten. I»'Namen des Kaisers ermahne und bitte der Gesandte sie ernstlich, die Erbeinung treulich zu halten und diefranzösische Vereinung, die ihnen offenbar nur Unruhe und Bekümmeruiß bringe, gänzlich abzusagen . - '

ST«.

Zürich. 1537, 10. November (Samstag Vigilia Martini).

Tt-<i««archiv Zürich: Acten Tsggcnbuig. StiftK-irchw -Zt. Gallen: Rub. I.XXXV, Toggeichurg im Allgemeinen, FaSc. «9.

Gesandte: Lucern. (Hans) Golder, Schultheiß. Schwyz. (Joseph) Amberg, Ammann. GlaruS'(Dionysius) Bussi, Ammann. Abt St. Gallen. Der Hauptmann (Martin Geiser); der Hofmeister.

Vor dem kleinen und großen Rathe zu Zürich erwählten die Gesandten von Lucern und SchwPdes Handels, der nun lange Zeit zwischen dem Abt von St. Gallen und denen aus der Grafschaft Dogge»'bürg in Betreff eines Kaufes und diesfalls errichteten Kaufbriefes gewaltet hat, verlesen einige LandrcclM-Hauptmannschafts- und andere Briefe und verlangen dringend, daß man bei den Toggenbnrgern dahin wirke,daß sie den Kaufbrief als entkräftet herausgeben, damit weitere Rechtfertigung, Kosten und Mühe crsp»^werden; das erfordere die Billigkeit und der dritte Artikel des jüngsten Landfriedens. Werde dein Vcr'