Juli 1536. ?37
Handel anstehen lassen. Da nun der Herzog zu einem Vergleich geneigt sei, so halte er für billig, daß dieEidgenossen Bern vermögen, die Schiedorte, welche der Fürst begehre, auch anzunehmen. Der Bote von Bernhat hierüber keine Vollmacht und beharrt bei der obigen Antwort. Darauf haben die Boten der Schiedorteernstlich mit ihm geredet und ihm in den Abschied gegeben, daß sie für gut und fruchtbar ansehen, wenn esalle Orte gemeinsam darin handeln lasse; denn der Herzog sei der Bundesgenosse aller; es sollte daher niemandausschließen, da die Boten bereits den guten Willen ihrer Obern, wenn sie um Mithülfe ersucht würden,zugesichert haben; wollte aber Bern nicht darauf eingehen, so würden sie sich der Sache nicht beladen; Bernsoll nun seinen Bescheid ohne Verzug an Zürich melden. In einer späten? Verhandlung hat es gänzlich ab-geschlagen, die siebei? katholische?? Orte handeln zu lassen, weil sie vormals sich des Handels völlig entschlagenhaben. (Zürich: Hinwieder habe?? die savoyischen Boten keine Vollmacht, sich zu erkläre??, ob der Herzog diekaiserliche Gesaudtschaft und die übrigen Orte als Unterhändler annehmen würde, wollen es aber hinter sichbringen), i. De?? savoyischen und kaiserlichen Gesandten wird auf ihr Begehren voi? allen Orten ohne Glarusgeantwortet, die Eidgenossen wollen ihre Knechte so weit möglich zu Hause behalten. Dei? französische?? Botenwird von den zivölf Orten erstlich ii? den Abschied gegeben, daß sie den König ermahnen, dein Herzog, alsder Eidgenossen Bundesverwandten, seine Lande wieder zurückzustellen. Die savoyischen Gesandten danken undbitten, iveil der König den Herzog wider Recht vertriebe?? und die Vereinung gebrochen habe, in welcher dasBündniß mit Savoyen als älter vorbehalte?? sei, die Knechte aus Frankreich heimzurufen und nicht wider denKaiser und Herzog ziehe?? zu lasse??. Da sie vernommen, daß des Franzosen Boten den Herzog auf dem letztenTage verunglimpft habe??, so legen sie hier einige „Artikel" vor. Nachdem man dieselben gehört, hat mangeantwortet, die Herren und Obern gebe?? nicht viel auf jene Rede??; man wolle übrigens die Vertheidigung,wem? sie schriftlich initgetheilt werde, geri? heimbringen. Ik,. Nachdem auf letzte??? Tage über schlechte Wirth-schaft des Commenthurs zu Hitzkirch geklagt worden, wird ihn? jetzt geschrieben, er solle auf dem nächsten TageZu Baden Rechnung ablegen. I. Adrian von? Stein, Leutpricster zu Hägglingen, bittet jedes Ort um einFenster. Heimzubringen, in. Die französischen Gesandten begehren Antwort auf den Vortrag vom letztenTag, de?? Herr voi? Boisrigault eingelegt; der Kaiser trachte seit lange»? den König zu vertreiben und habedarum so große Kriegsrüstungen gemacht, auch in eigener Person in der Provence gelandet; darum sei derGraf von Nassau in die Picardie gezogei?; der König sei genöthigt, sich zu wehren und ermahne die VII Orte,ihn? ihre Knechte zulaufen zu lassen, laut der Vereinuug, und wenn auch diese es nicht erforderte, so würden siedoch der Gerechtigkeit zu Ehren ihn bei seinen Landen beschützen. Auch Zürich und Bern wolle er zu??? freund-lichsten gebeten habe??, ihn? zur Beschirmung seiner Erblande beholfen und berathen zu sein. Schließlich begehreder König, daß die Orte, voi? denen Knechte bei ihn? seien, denselben ernstlich schreibe?? und sie ermahnen, ihmIrlich und treu zu dienen. Antwort: Mai? bleibe bei den? vorige?? Beschluß; die Gesandten sollen sich hüte??, dieLeute zun? Ungehorsam aufzuwiegeln, da die Obrigkeiten dies nicht dulde», sondern strenge ahnden würden.Schultheiß Golder wiederholt jedoch hier die oben erwähnte Antwort, ebenso Glarus, daß es die Vereinunghalte?? wolle. Basel antwortet „für sich selbst." De?? Gesandten wird endlich in den Abschied gegeben, der König'»öge den? Herzog voi? Savoyen das weggenommene Land wieder zustelle?? und den Hans Reif für seine wohl-begründete Ansprache bezahlen, wie die Bote?? versprochen habe??. Heimzubringen, um zu berathen, was ferner zuthun, wem? den? Verlangen nicht entsprochen werde, u. Es wird de??? Kaiser und den? König von Frankreich ge-schrieben und eii? freies Geleit begehrt, um mit Gottes Hülse durch eine Botschaft den Frieden zwischen de??Parteien zu vermitteln. Da die Boten von Bern, Basel und Glarus dazu nicht stimmen wollte??, so haben
93