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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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194§. 7.Der Daumen hat, wie bey uns und den meisten Affen, zwey Gelenke (Fig. 5. Kupf. 3.)DE. EF. Das äusserste hat wie bey allen einen Nagel.Bey dieser Gelegenheit müssen wir bemerken, daß in der Coaita, der nie einen Daumenan der Hand hat, zwar ein langer abziehender Muskel des Daumens (musculus abductorlongus pollicis) ist, eben wie A. G. D. M. Fig. 6. Kupf. IV.; doch sich in das Beinchen desDaumens M der Handwurzel einheftet, welches bey diesem Thiere halb so lang ist, als die an-deren Beinchen der Finger der Mittelhand, und hiedurch ganz unter der Haut der Hand ver-borgen liegt, und unsichtbar wird. Wir können dieses nach dem Galen 82) σπογραση, welchesdurch das lateinische Wort delineamentum übersetzt ist, nennen.In der Hinterpfote der Hunde fehlt der große Zehe doch ist ein kleines Stückchen diesesBeins, welches den Mittelfuß ausmacht, worin die Sehne des langen Peroneus sich einheftet,vorhanden. Die Zergliederung desselben machte mir viel Vergnügen, weil ich den Galen hie-durch verstand, wenn er sagt:Alle diese Thiere (Hunde nämlich, Wiesel, Katzen undMäuse) haben nur vier Zehen am Fuß, der große ist in so weit zernichtet, nur daß man noch bey einigen derselben gleichsam ein gewisses Bild desselben an der Wurzel antrifft 83).Daubenron, der diesen Beweis (oder dieses Bild) des Daumens in den Hunden nicht alleinsehr wohl gekannt 84), sondern auch gezeichnet hat, scheint jene schöne vom Galen uns nach-gelaßene Bemerkung gar nicht gekannt zu haben.Ein solches Bild haben wir auch beym Pecari, und sehr deutlich in der asiatischen Beutel-ratte, (Philander), die an den Hinterpfoten keinen Daumen hat, bemerkt, so daß der Schöpfer,ohne in den Muskeln eine inwendige Verschiedenheit zu machen, doch solches, weil es ihm ge-fiel äusserlich eine merkliche Veränderung anzubringen, auf dem kürzesten Wege bewürkt hat,nämlich durch Weglaßung der äussersten Theile.§. 8.82) Adm. Anat. Lib. 6. c. 1. S. 129.83) Omnia (siquidem canes, mustelae, feles, mures) haec quatuor constant digitis, magno abo-lito, nisi quod quibusdam ipsorum veluti delineamentum quoddam in radice habetur.84) Eb. T. V. S. 297. Kupf. 52. Fig. 13. A.