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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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202Es ist also nun die Frage, ob man die Pfote eines Bärens, wie sie auch zugerichtet seynmag, aus Batavia nach Europa schicken könne? Zuverläßig; denn Büffon lehrt uns 92),daß nicht allein in China, Japan, Arabien und Aegypten, sondern selbst bis auf der Insul JavaBaͤren gefunden werden. Das letztere bestätigt er mit den Reisen des le Gentil um die Welt.Doch selbst in den Bären ist der Daumen nur ein wenig kürzer und kleiner, als die Fin-ger 93), und der Knochen der Handwurzel des kleinen Fingers hingegen etwas größer, dickerund stärker, so daß es nicht unmöglich ist, daß diese vermeinte Hand aus der rechtenVorderpfote eines großen Bärens gemacht seyn könne.Diese Bemerkung halte ich für gegründet genug, um gar nicht widersprochen werdenzu können, wenigstens um völlig zu beweisen, daß die Hand oder Pfote weder von einem Af-fen, einer Affenart oder Orang-Utang ist, noch auch seyn könne.§. 6.Von den Fingern und Nägeln kann ich nichts gewisses sagen, weil dieselben auf hundertfache Art so haben gemacht werden können. Nur muß ich zeigen, daß wir uns nicht so leichtmüssen verleiten lassen, zu glauben, daß je in einem Thiere die Nägel so weit aus dem Fleischherausgesteckt haben, als in solchen, deren ganz hohle Nägel den äussersten Knöchel bedeckten,wie bey den Hunden, Löwen, Bären u. s. w.Man würde hier den Einwurf machen können, daß dieser vermeinte Orang der Mode derMorgenländer nachgefolgt sey, wie noch vornämlich die Chinesen oft aus Stolz thun, daß sie dieNägel aus den Fingern, wie Klauen, herauswachsen lassen, zum Beweise, daß sie nicht mit denHänden ihren Unterhalt suchen dürfen. Doch dieses kann bey keinem so abgehärteten, wildenMenschen, wie dieser, Statt haben, weil seine Nägel abreiben würden, oder, wenn sie ihmhinderlich fielen, abgebissen werden, wie oft beym Menschen geschiehet.§. 7.92) Eb. S. 253.93) Mem. pour servir à l'Hist. Nat. des Anamants par Perrault S. 62. Kupf. XI.