191Zehntes Hauptstück.Die Hand des Orang und anderer Affen.§. 1.Nichts hat mir so viele Mühe gemacht, um die Kenntniß, welche die alten und neuern Zer-gliederer von unserm Knochenbau, und dem der Thiere, gehabt haben, und noch immer leh-ren, zu einer gewissen Festigkeit zu bringen, als die Zahl der Knochen der Handwurzel (car-pus). Der Eine zählt acht, wie Tyson, und der Andere zählt neun Beinchen, wie Galen.Eustach, und viele seiner Nachfolger, zählen zehn, indem Daubenton und nicht ohne Grundeilf anführt. Es ist sehr wahrscheinlich, daß man schon lange vor Galen, wenigstens schon zurZeit des Celsus über diese Zahl nicht weniger verschiedener Meinung gewesen ist. Er würdesonst so ausdrücklich nicht gesagt haben; „daß die Handwurzel aus verschiedenen sehr kleinen„Knochen bestehe, deren Anzahl ungewiß sey 71).§. 2.Galen 72) zählt erst die acht Beinchen der Handwurzel, vier in der ersten Reihe, so wiewir sie nennen, N. das Naviculare, L. das Lunatum, T. das Triquetrum und viertendas runde Beinchen (subrotundum), R. in der zweyten Reihe M. das Multangulum majus,m. das Multangulum minus, C. das Capitatum und U das Unciforme (Fig. 7. KupfIV. Bis hier hat Riolan ihn sehr wohl verstanden 73).Hierauf beschreibt nun Galen 74) ein anderes Beinchen, nämlich S. Fig. 7. und a. Fig.6., welches sich mit dem ersten Beinchen N. (naviculare), und mit dem ersten Beinchen M.(multangulum majus), welches den Daumen empfängt, vereinigt, und fügt hinzu: „Man„würde71) De Medicina. Lib. 8. c. 1. S. 505. In manu primam palmae partem ex multis minutisqueossibus constare, quorum numerus incertus est.72) De usu partium. Lib. II. c. 12. S. 328.73) Eb. S. 50974) Cb. S. 329. C—D. Nonum aliquis poterit hoc carpi os numerare; sed non est numera-tum ab Anatomicis.
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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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190
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