189gen, waren keine Sesambeinchen, obschon sie sonst an diesem Ort in den meisten vierfüßigenThieren doppelt sind.Diese Beinchen sind gewiß von keinem andern Nutzen oder thun keine andere Wirkung alsdie einer Rolle, eben so wie die Kniescheibe, und, wenn meine Muthmassung gegründet ist,daß der Orang, eben so wie die Vögel, nur allein geschickt ist, sich auf den Zweigen der Bäu-me aufzuhalten, so hatte er dieselben auch nicht nöthig, da seine Biegmuskeln (flexores) ammeisten arbeiten müssen.Einen andern Beweis, daß die Sesambeinchen im Gehen von keinem Nutzen sind, siehetman in den Fledermäusen; denn in dem Gerippe einer großen Asiatischen Fledermaus, die ichvom Herrn van der Steeg habe, sind auf allen Knöcheln der Handwurzel zwey Sesambein-chen, da doch nichts Gewisseres ist, als daß sie sich dieser Theile der Flügel gar nicht bedienen,um sich darauf zu stützen.§. 6.Die Zehen haben an und für sich selbst nichts Besonders; ausser daß der große Zehe A. H.nur ein Beinchen ohne Nagel G. H. (Fig. 6. Kupf. 3.) hat, wie wir schon zuvor gezeigt haben.Die vier übrigen sind den Gliedern der Finger an der Hand völlig gleich, und beynahevon gleicher Länge, so wie man aus einer Vergleichung mit dem fünften Kupfer sehr deutlichsehen kannDie Nägel sind, wie bey den meisten Affen, nicht spitzig und ziemlich lang, und jetzt gleich-sam um die Knöchel zur Seite umgekrüllt, weil alles Fett und die Sehnen weggenommen warenEben so wie die Sehnen in den Händen durch Querbänder dicht wider die Knöchel derFingern gehalten werden, und durch die Einheftung dieser Bänder rauhe und erhabene Rän-der L. M. und N. (Fig. 5. Kupf. 3.) entstehen, so findet man auch dergleichen an den Knöchelnder Zehen des Fußes N. O. P. und O. Fig. 6.Aa 3Zehn.
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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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189
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