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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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185Achtes Hauptstück.Das Becken die Hüfte das heilige und Steißbein.§. 1.Weil sich das Becken sehr von dem des Menschen unterscheidet, so haben wir geglaubt, einesehr deutliche Abbildung desselben geben zu müssen; so wie wir in der siebenten Figur des drittenKupfers gethan haben besonders, weil es dem Becken der vierfüßigen Thiere und vornämlich der Affen ganz gleich ist.Die Darmbeine A. B. I. und C. D. sind sehr hoch und platt, so daß die Vorseiten A. Qund C. D. mit der Vorseite des heiligen Beins I. beynahe in einer Fläche stehen.Die Sitzbeine L. und O. stehen sehr nach vorne. Die Schaambeine sind in ihrer Vereini-gung G. M. ziemlich hoch, und, wie wir schon bemerkt haben, fast von gleicher Höhe, wie beyerwachsenen Menschen. Sonderbar ist der Irrthum des V. Coiter 62) in Rücksicht der Ver-einigung des heiligen Beins mit den Hüftbeinen, welchen er eine unrechte Stelle giebt; er setztnämlich das rechte Hüftbein an die linke Seite, und das linke an die rechte Seite des heiligenBeins, wodurch die Sitzbeine aufwärts und die Schaambeine niederwärts und gaffend zu lie-gen kommen 63). Coiter, hiedurch verleitet, meint irrig, daß die Affen deswegen nicht starkwürden laufen können, wovon wir täglich das Gegentheil sehen. Doch Nichts wundert michmehr, als daß Riolan 64) dieses wörtlich entlehnt hat, und diesem ist Blastus 65) hierin wie-der gefolgt. Tyson 66) hat diesen Fehler des Coiter, und den daher entspringenden Irrthumdes Riolan auch entdecktDas Kochen der Knochen, um sie geschwind zu säubern, und die Beschwerlichkeit, sienachher gut ineinander zu setzen, waren gewiß Ursache dieser Irrung beym Coirer, und seinAnsehen verursachte wieder die Irrung des Riolan und Blasius.§. 2.62) Anat. Simiae c. 7. S. 69.63) Eb. Fig. 13. Kupf. 29.64) S. 529. c. 5.65) Anat. Anim. de Simia S. 115.66) S. 74. s.A