Druckschrift 
Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
Entstehung
Seite
184
Einzelbild herunterladen
 

184den hintersten allein ausgenommen, zugeschrieben 56). Eustach bestätigt dieses 57) mit der Auf-sage, daß er solches auch in sechs Affengerippen wahr gefunden hätte. In unserm Orang schei-nen die untersten Backenzähne doch drey oder mehr Wurzeln zu haben.§. 4.Die Halswirbel haben die besondere Eigenschaft, daß die Dornfortsätze der sechs unterstenund besonders der mittelsten Wirbel sehr lang, und an den Spitzen nicht gespalten sind, wiebey den Menschen. Tyson 58) hat ohngefähr die nämliche Bemerkung gemacht.Die Lage dieser Fortsätze ist ein überzeugender Beweis, daß dieses Thier nicht aufrecht ge-he; denn dazu kann sich der Kopf nicht genug hintenüber beugen, wie bey uns selbst dieHalswirbel des Wou-wou haben nur sehr kurze und beynahe keine Dornfortsätze, weil er we-gen der Länge seiner Arme genöthigt ist, mit dem Obertheil seines Körpers fast ganz aufge-richtet zu gehen.Sie scheinen im Orang so lang zu seyn, um den vorüberhängenden Kopf desto besser imGleichgewicht zu halten. Wir kennen unterdessen noch kein einziges Thier, welches so langeDornfortsätze an dem Halswirbel hat, den Philander aus Amerika 59), den Sarigue desBüffon 60) ausgenommen, von dessen Halse Daubenton 61) eine schöne Abbildung gegebenhat. Diese Fortsätze sind in der Asiatischen Beutelratte (Philander), welche noch weder Büffon,noch Linne kennt, sehr kurz. Von diesem seltenen Thiere, dessen Gerippe mir aus Bataviavom Herrn van der Steeg geschickt wurde, habe ich dem berühmten Pallas in Petersburgeine Beschreibung mitgetheilt.56) Eb. de Oss. nat. c. 8. S. 16.57) De dentibus c. 10. S. 25.58) Eb. S. 68. a.59) Linn. Ep. 1. Gen. 17..60) Tom. X. S. 279.61) Eb. Fig. 2. Kupf. 51.Achtes