183Galen lehrt unterdessen in seinem Werke über die Natur der Knochen 51) sehr deut-lich, daß der Oberkiefer alle Zähne, die Schneidezähne ausgenommen, enthalte. „Es giebt„ eine Nath, sagt er, welche aus der Vertiefung zwischen den Augenbraunbogen (μετοφρον)„glabella) zwar entstehet, aber sich doch, indem sie nach den Nasenlöchern an beyden Seiten„läuft, zwischen dem Hauzahn und den Schneidezähnen verliert:“ das ist, auf dem zweytenKupfer Fig. 4. aus a längst b in den Nasenhöhlen, und von da in Q. bis RVesalius hat sehr richtig bemerkt, daß diese Rath nie beym Menschen und nur alleinbey Affen und Hunden gefunden werde 52). Auch hat er dieselbe in der ersten Abbildung desneunten Kupfers (S. 33.) in einem Hundsschedel m. n. sehr genau abgebildetEustach hat diese Rath in der 2ten Figur des 46sten Kupfers sehr deutlich mit a. a. ge-zeigt. Auch Albin hat die Erklärung derselben aus dem Eustäch selbst geliefert.Riolan ist in diesem Stück sehr klar 53). Auch hat Sylvius, wie nicht allein aus demTyson 54), sondern auch aus dem Blasius erhellet 55), diese Nath gekannt, und sehr gutbeschriebenDieses ist meines Erachtens ein starker Beweis, daß Galen wirklich keine Menschenköpfegenau in der Nähe gesehen, sondern seine Beschreibung nach dem Pithecus und andern Affengemacht habe, obschon er auch hier mehr oder weniger irret, daß die Näthe aus der Vertie-fung zwischen den Augenbraunen ihren Anfang nehmen; denn sie entspringen aus den seitwärt-sen Ecken der Nasenhöhlen§. 3.Galen hat auch allen Backenzähnen des Oberkiefers drey Wurzeln, den untersten zwey,den51) Eb. S. 14. E — F.52) Lib. 1. c. 9. S. 37. Ed. Boeth. & Albini.53) Simiae osteol. S. 526. am Ende des 2. Hauptst54) Eb. S. 62.55) Anat. animal. S. 113.
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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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183
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