Druckschrift 
Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
Entstehung
Seite
182
Einzelbild herunterladen
 

182Die Näthe sind den unfrigen ähnlich doch hat der schuppichte Theil des SchlafbeinsA. B. E. K. eine geringere Höhe A. B., wie bey allen andern Affen. Diese Nath ist eben so indem Pigmy des Tyson abgebildet. Obschon nun dieses wohl keine wesentliche Veränderungmacht, so ist es doch BemerkungswerthDie Augenhöhlen stehen, wie bey allen Affen, sehr dicht nebeneinander, wir man mit demblossen Auge sehr deutlich in der 4ten Figur des 2ten Kupfers sehen kann.§. 2.Von mehrerer Wichtigkeit ist die Eintheilung des Oberkiefers in zwey Stücken, in demgroßen N. P. O. R. und dem Vorstück Q. R., S., eine allen Affen und den meisten vierfüßigenThieren gemeinschaftliche Eigenschaft, die man aber nie beym Menschen antrifft selbst nichteinmal beym Neger; obschon man sich so sehr beeifert hat, seine Entstehung von einer Vermischung zwischen Menschen und Orangs herzuleiten.Der Vordertheil enthält in allen Thieren, welche Schneidezähne haben, dieselbe alleinwie auch hier; und obschon in allen wiederkäuenden Thieren, keine Schneidezähne im Ober-kiefer sitzen, so haben sie doch alle, wie auch der Ameisenbär vom Kap und der Rhinoceros,welcher eben so dieses Stück ohne Schneidezähne hat 49), diese Trennung oder Nath sehr sichtbar.Diese beyden Stücke sind durch eine Nath Q. R., welche Galen sehr wohl gekannt hat,und wovon Tyson 50) sehr ausdrücklich sagt, daß er sie in seinem Pigmy nicht gefunden habe,voneinander getrennt. Wie es zugegangen sey, daß Tyson sie nicht gesehen, weiß ich nicht.In allen Affengerippen, selbst im Gibbon ist diese Rath sehr deutlich doch in einzelnen soverwachsen, daß sie gar nicht sichtbar ist, so wie sich dieses in mehreren Thieren, und auch inunsern Köpfen mit viel größeren Näthen, durch das Alter eräugnet, welches in dem Pigmydes Tyson, weil er noch zu jung war, nicht Statt haben konnte.Galen49) S. das 6ste Kupf. Fig. 2. O. P.50) Eb. S. 65. O.