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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
Entstehung
Seite
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131Siebentes Hauptstück.Der Schedel und die Halswirbel des Orangs.§. 1.Den Schedel haben wir von der Seite in dem 2ten Kupfer, Fig. 2., und von vorne in der4ten Figur zur Hälfte seiner natürlichen Größe gezeichnet, und neben die Köpfe, die mit derHaut bekleidet sind, gestellt, um sie desto gemächlicher miteinander vergleichen zu können.Zu dem Ende haben wir auch die einander entsprechenden Theile mit den nämlichen Buchsta-ben bemerkt, um die Erklärung leichter anwenden zu können.Von der Seite ist die eyförmige Gestalt der Hirnhöhle, wie auch die Augenhöhle, welchedie Affen eben so vollkommen haben, diesen Theilen beym Menschen ziemlich ähnlichDer Oberkiefer aber steht nicht, wie beym Menschen, unter der Stirne. Sie machtdie Gesichtslinie c. d. sehr hervorragend, und einen sehr spitzigen Winkel c. S. c. von 58 Gra-den. Diese Verschiedenheit werden wir sehr deutlich in unserer Abhandlung über die Ge-sichtslinie im Menschen aus jedem Himmelsstriche und in Affen zeigen. Ich habe dieseLinie aus den Negern mit der punktirten Linie F. R. angezeigt, damit man den Abstand destobesser sehe.Auch steht der Rand des Oberkiefers, worin die Zähne und Backenzähne sitzen, nicht ingleicher horizontaler Linie, sondern macht mit c. d. beynahe einen rechten Winkel das ist,der Vordertheil Q. S. geht aufwärts und verursacht, daß der Unterkiefer auch aufwärts laufenmuß, um die Vorderzähne gegen die obersten anzuschließen. Daher jenes große Kinn und dieso sehr hervorstechende Schnauze des Orangs.Der zitzenförmige Fortsatz ist noch sehr klein. Vielleicht wird er bey den Erwachsenen grös-ser, so wie er bey unsern Kindern erst unsichtbar ist, hernach mit den Jahren auswächst, undin den Erwachsenen erst die Figur einer Zitze bekömmt, womit die Alten denselben verglichenhaben.3 3Die