179in der Mitte der Länge des Fußes liegt, und die Mittelpunkte der Bewegung der Schenkelbein-koͤpfe mehr voneinander entfernt sind, als die der Füße; so müssen nothwendig diese zwey Ver-änderungen in der Gestalt vorgehen, 1. daß das Schenkelbein eine sanfte Biegung nach vornebekömmt, und 2. daß die inwendigen Gelenkknöpfe länger als die auswendigen werden..Diese beyden Eigenschaften findet man gar nicht im Orang. Im Gegentheil seine Schen-kelknochen stehen gerade, und ihre Gelenkknöpfe sind beyde von gleicher Länge, so wie sie esauch bey allen Affen sind..Bey uns ist das Knie tiefer als breit — in dem Orang merklich breiter als tief — einanderer Beweis, daß er nicht aufrecht geht..Man kann hier noch hinzufügen, daß die Höhle oder Grube, worin die Kniescheibe läuft,lange nicht so hoch hinauf geht, welches doch gewiß so seyn müßte, wenn er, wie wir, langeZeit aufrecht gehen oder stehen könnte; nämlich mit recht ausgestreckten Pfoten.§. 5.Bey dieser Gelegenheit will ich ein Mittel an die Hand geben, wie man das ganze Gerippeeines solchen Thiers, wenn es selten und kostbar ist, erhalten, und doch die Haut zum Aus-stopfen gebrauchen könne; und zwar mit völliger Beybehaltung der wahren Gestalt und Größedes Körpers, da sie sonst, wie wir im 4ten §. des ersten Hauptstücks gezeigt haben, größer, unduneben ausgefüllt wird.Ich öffne die Haut quer längst dem Nacken, genugsam von einem Ohr bis zum andern,und mitten längst dem Rücken bis dicht an den Steiß oder Schwanz.Dann trenne ich die Haut vom Kopfe von hinten nach vorne; nehme zugleich die Augenmit heraus, und darauf die Kiefer u. s. w., bis der ganze Kopf heraus ist.Hierauf den Rücken über die Schultern und Hüften — und denn schneide ich die Hautlängst dem kleinen Finger, der Hand und dem Arme an der innern Seite bis an den Ellenbogen.3 2Ich.
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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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179
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