174§. 2.Die Eingeweide waren alle so tief, wie möglich, unten und oben herausgenommen. Dochglücklicherweise war die Bauchhaut, wo die Samengefäße auswärts dringen, noch ganz, undman sahe den von mir weitläuftig beschriebenen Gang (meatus) sehr deutlich 37).Tyson 38) sagt sehr ausdrücklich, daß in seinem Pigmy das Darmfell (peritonaeum) ebenso, wie beym Menschen, beschaffen wäre, das ist, geschlossen, und mit einem Merkmal da,wo sonst der Gang offen ist, befestigt. Tyson geht selbst weiter, und will, daß daraus deutlichfolge, daß der Pigmy oder Orang aufrecht gehe, da das Gegentheil jetzt aus dem AsiatischenOrang erhellet. Auch habe ich diese Gänge, wie bey wohl gebildeten Menschen, im Jahr 1768in der Meckoe, der 29ten Affenart des Linné, ganz verschlossen gefunden, da dieser Affe dochohne Widerspruch auf vier Pfoten läuft.Weil das Thier so jung und so kostbar war, so habe ich diesen Theilen nicht weiter nachge-hen wollen. Auch kam es mir ziemlich klar vor, daß seine Bildung von der der andern Affennicht sehr verschieden sey.§. 3.In Rücksicht der Hodenmuskeln konnte ich auch nicht mehr Licht erhalten. Sie warendurch den Brannteweingeist zu sehr verändert, und nicht stark genug, als daß ich, ohne sie zuzerreissen, denselben hätte nachspüren können.Sie waren in allen geschwänzten Affen männlichen Geschlechts, die ich zergliedert habe,so beschaffen, wie Soranus 39) dieselben aus dem Galen angiebt — Es sind nämlich zweiMuskeln. Der eine entspringt sehr augenscheinlich vom Schaambein, dicht am Darmbein;-der andere höher von dem Rande des Darmbeins selbst. Auch Avicenna beschreibt diese zweyMus-.37) S. kl. Schrift. 2. Band. 1stes St.38) Eb. S. 267.39) Chart. Eb. C. 27, S. 264
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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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174
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