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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
Entstehung
Seite
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173Fünftes-Hauptstück.Zeugungstheile des männlichen Orangs.§. 1.Obschon alle Orange, die ich zu meinem Forschen gebrauchen konnte, Weibchen waren; soerhielt ich doch durch die Güte des Herrn van Hoey Gelegenheit, ein Männchen zu untersuchen.Das männliche Glied selbst lag tief in der Vorhaut verborgen, und war, so wie es in der eilftenFigur des vierten Kupfers A. B. gezeigt wird, gebildet. Es hat einen langen Zaum (fracnum),und keinen unterschiedenen Kopf, wie man beym Menschen sieht.Da ich im Jahr 1754 eine männliche Meerkatze (cercopithecus) zergliederte, so fand ichzwey Muskeln, welche an beyden Seiten des untern Randes der Schaambeine, eben über derdicken Schneller (accelerator) der Samenfeuchtigkeit entsprangen. Diese vereinigen sich bey derVereinigung der Schaambeine, und laufen dann längst dem Rücken des männlichen Gliedes hin,bis wo der Knochen anfängt. Sie ziehen das Glied, wie bey allen vierfüßigen Thieren, derenGlied in einem Behältniß verborgen liegt, in die Vorhaut zurück. Beym Elephanten sind diesezurückziehende Muskeln, die ich retrahentes nenne, sehr merklich selbst im Braunfische.Da ich einen männlichen Mandril zergliederte, fand ich die Zeugungstheile den Zeugunstheilen des genannten Schwanzaffen vollkommen ähnlich, ausser daß der Kopf der Ruthe tief gespal-ten war. Auch die zurückziehende Muskeln waren hier sehr stark. Weil nun das Glied desOrangs auf gleiche Art ganz in dem Behältniß der Vorhaut eingedrückt liegt; so ist es mehr alswahrscheinlich, daß er auch solche zurückziehende Muskeln (retrahentes) haben wird.Daubenton schweigt in seiner anatomischen Beschreibung des Hundes und der Affenworin er doch diese Muskeln, da sie ihm aus dem Pferd, dem Stier u. dgl. nicht unbekanntwaren, hätte sehen müssen, hievon gänzlich. Ich erinnere mich nicht hievor irgendwo etwasgelesen zu haben.Die Hoden lagen zwar in einer Art von Hodensack, doch gegen die Schaambeine eben unterden Leisten C. D.Y 3§. 2.