172§. 5.Der Zusammenhang und die Nähe der Theile fordert, daß ich auch hier von der Harnblasehandle; diese ist ziemlich groß und sehr muskulös, so daß ihre durch den Branntweingeist starkeingezogne Fibren keine größere Ausdehnung, als zu 2½ Zoll der Länge, und 1¼ Zoll der Breiteim Durchmesser litten.Sie war eyförmig, unten weiter als oben, und zwischen beyden gleichsam ein wenig ver-engt, eben so wie die Blase des Gibbon beym Daubenton abgebildet ist 34).Der Harngang war ⅔ Zoll lang, und zwar deswegen länger, als in unsern Weibern, weildie Schaambeine im Orang ungefehr zwey Zoll hoch sind. In unsern Frauenzimmern, obschonso merklich an Körper und Bau verschieden, haben dieselben doch oft keine größere Höhe 35)Smellin setzt die Höhe bey den Weibern auf zwey Zoll. De Wind mit mir auf anderthallZoll 36).Die Harnleiter schienen sich, wie bey allen Thieren, dicht an den Mund der Blase einzu-heften.Der übergebliebene Blasenband war ziemlich merklich, doch nicht hohl, so daß ich daherkeine Gründe nehmen will, in Rücksicht der Blasenschnur (urachus) etwas zu entscheiden.Der Boden der Blase lief weit über diesen Band hinauf, weil hier die meisten Muskelfi-bren, wie bey allen andern Thieren, entstehen.Die Blase ist also von der unsern, besonders bey den Weibspersonen, wo sie unten breitund oben gleichsam spitzig, doch in einen runden Winkel zuläuft, sehr merklich verschieden.34) Tom. XIV. Kupf. 5. A.35) S. das sechste Hauptst. §. 2.36) S. meine kl. Schriften Band 4.Fünf.
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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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172
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