171In Rücksicht der Anzahl sind sie doch selten. Bey bejahrten Weibspersonen habe ich sie biswei-len merklich gefunden.Diese Bänder drangen hernach, eben so wie bey unsern Weibern, durch die Ringen desBauchs nach dem Schambein.§. 4.Die Scheide (vagina) war inwendig ziemlich glatt. Das Runzlichte lief nach der Längeder Scheide, und nicht tief. Sie war oben etwas platt, und hatte an der Seite zwey sichtbarekleine Falten, oder lieber Furchen, welche von der innern Mündung des Uterus, bis ungefehrzur Hälfte der Scheide niedersankenDoch unten wider den Mund des Harngangs war eine hohle durch Membrane abgetheiltekleine Zelle, welche ich für eine Versammlung von Drüsen zur Beschützung der herumliegendenTheile wieder die Schärfe des Harns ansahe.Die Höhle des Uterus hatte keinen Hals und keine Nabothsdrüsen, aber sehr feine Runzeln, die nach den Boden des Uterus hinaufliefen, und an beyden Seiten in die Trompeten desFallops hineinzudringen schienenObschon der Uterus in einigen Affen dieser, was die Gestalt betrifft, ähnlich, und garnicht zweyhörnig ist, wie bey den meisten vierfüßigen Thieren; so nennt doch Galen den jungfräulichen Uterus einen zweyhöhligen Uterus, und den der Thiere, die viele Jungen zugleich tra-gen, vierhöhlig 33). — Darauf sagt er sehr deutlich, daß sie die Jungen eigentlich nicht in denHörnern des Uterus tragen — wenigstens nicht die Weiber, noch die Ziegen, noch die Kühe u. s. w.Vielleicht ist es hier wohl der schicklichste Ort, zu bemerken, daß der lebendige Orang nochzu jung und noch nicht genug erwachsen war, regelmäßige Ausleerungen zu habenY 2§. 5.33) Eb. S. 277. c. 3. E. uterum bisinuatum — multisinuatum.
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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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171
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