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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
Seite
153
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Ein Gedicht.153frei von Verdacht, denn sein Herz kannte keinenBetrug. Dunkan folgte auch seinem Freunde.Drei Tage reisten sie ruhig. Am viertenerschienen die stattlichen Mauern von Blackleigh.Morling sah die Ankunft des Helden. Ihr unge-stüm-pochendes Herz klopfte gegen ihre Rüstung.Hoch stieg ihr schwellender Busen. Ihr Helm decktedie Blaͤße ihrer Wange. Kaum stützte der Speerihre wankenden Schritte. Schaam, Eingezogen-heit, der Stolz ihres Geschlechts herrschen wechsels-weiß in ihrem Gemüte. Aber Liebe, allmächtigeLiebe, gewann endlich den Sieg. Sie nahte sich,und sprach also zu dem Jüngling.Kalahan hüte dich vor den Mauern von Black-leigh. Der Tod erwartet dich in Sitricks Thür-men. Ich hab' in deines Vaters Hause die Mu-ſchel genoſſen, und die Waffen deines Geſchlechtszieren meine Hallen. Leb wohl o König von Mo-ma! Verachte nicht die Worte eines Fremden.Tor kannte die Stimme Morlings. GrimmigKalahan dankte dem Jüng-flog er zu Sitrick.ling. "Krieger, sagt' er, "komm, leb in denK 5