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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
Seite
98
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Bosmina. Ein Gedicht.98Ach! Bosmina! meine geliebte Bosmina isttodt!Steigt herab, ihr Geister meiner Väter!Ruft zu euch euern graulockigten Sohn! Ichverlange nach der engen Behausung. Ich wünschein die Wolken zu steigen. Was sind die Tage desKriegers! Was seine berühmten Gefechte! Siesind eitel und leer, wie das rothflammende Luft-bild, das funkelnd die Schatten der Nacht durch-schießt, eine Weile den Wandrer erschreckt, aberplötzlich vergessen verschwindt.O Morven! meine Jahre sind verschwunden!Mein Herz ist von Jammer gebrochen!Die Worte des Königs erreichten meine See-le. Ich mengte meine Thränen mit seinen Thrä-nen, meinen Jammer mit seinem Jammer.Wir hoben das Grabmal der Schöne. Ullinrührte die traurige Harfe, und stimmte den Weh-mutsgesang. Ich tönte mein Lied zu ihrem Lob.Der Jäger beschaut die einsamen Steine. Be-trübniß steigt in seiner Seele. Er segnet dasMädchen von Selma, und lobt dein Geschlecht,Fingal.