Ein dramatiſches Gedicht.65wird der frische Hauch, und der kühlende Stromihre beunruhigte Seele erquicken. Dort laßt unssuchen ihre Schmerzen zu lindern, und die quä-lenden Spitze der Wehmut zerbrechen.Ach warum bist du abwesend, o Oßian! Warumentfernt im Tage ihres Leiden! Dein Lied würdeRuh' ihrer stürmischen Seele einflößen; deineWorte vertreiben die Betrübniß ihres Herzens.Cathul.Verhülle dein Licht, o Sonne in Wolken! LaßSchatten diese traurige Scene bedecken! — OSelma, der Erste deiner Jugend ist hin; die Flü-gel deines Adlers sind von verderbenden Blitzenversengt. Weint, ihr reizenden Mädchen; aberweint in der Stille, daß der hochmütige Feindnicht frolocke. Daß sich der König der Welt inunserm Verluste nicht erfreue, und stürze, unsereHügel zu verheeren. O König der Welt, er de-mütigte deinen Stolz. Er trieb deine schäumen-den Rosse aus'm Land. Du auch, o Caros, derSchiffe Gebieter, du zitterteſt vor ihm; du krochſtschändlich hinter deine Mauern, und erkühntestdich nicht, seinem Stahl zu begegnen. Lochlins
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