Ein Gedicht.31zogene Dolche erglänzten. Man hörte rauheStimme ausbrechen. "Wie! vorgezogen derFremdlinge Sohn? Bald soll er, wie Nebel derWüste, vom stürzenden Hauche der Winde vergehn.Ruhig stieg ich empor; ich verachtete der Prah-lenden Drohn. Das Aug der Schöne folgte mei-ner Scheidung. Ich hörte einen halb ersticktenSeufzer von ihrem Busen ausbrechen.Der Hörner heisere Stimme rief uns zum zwei-felhaften Streite der Speere. Lothmar, strengerJäger des waldigten Galmal, kam zuerst mir ent-gegen. Er spottete höhnisch meiner Jugend. Abermein Schwerd zerbrach seinen Schild, und zer-schmetterte seinen eschenen Speer. — Schnell hieltich meine erhobene Klinge zurück. Beschämt, ver-worren, zog sich Lothmar hinweg.Dann stieg Sulins rothhaarigte Kraft. Trotzigrollte sein tiefgesunkenes Aug. Aufrecht standenseine borstigten Augbraunen. Dreimal durch-drang er meinen Schild. Sein Schwerd trafdreimal meinen Helm. Schnelle Flammen blitz-ten von unsren kreisenden Klingen. Es erhobsich der Stolz meines Muts. Zornig griff ich den
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