Lieder von Taræ.17ter dem Blitze meiner Klinge. Ich hab mit rei-zenden Barden gesungen; sie priesen meine liebli-chen Lieder. Aber nun find ich der Menschen Lobnur eitles leeres Geräusch. Jahre haben meinenArm geschwächt, sie haben mich des Wohlklangsmeiner Stimme beraubt, sie beladen mich mitBlindheit und Schmerz. Ich gleiche der verseng-ten Eiche der Wüste, deren Blätter gefallen sindund zerstreuet; deren verjährter Stamm dürr istund verzehrt. Einst hob sie ihr grünes Haupt indie Wolke, spreitete ihre stolzen Aeste in dieFerne, und diente dem Wanderer zum Schirm;nun liegt sie zu Boden gestreckt, und modert da,verabsäumt, ungeachtet, und verwelkt. Aber meinAlles wird nicht vergehen. Der Tod wird mei-nem Geiste neue Kräfte verleihen. Er wird sichschwingen zu den seligen Hallen. Furcht zernagefinstre Seelen. Ößian scheut nicht den Tod.Führ mich zu Oskars Grab. Nur vor uns ist ergegangen. Jeden Tag fühl ich mit neuer Freu-de, den lieblichen Ort seiner Wohnung, und denMoosbedeckten Stein seines Lobs, denn ichwünsche bei dem Jüngling zu ruhn.Ach Malving! warum diese Thräne? Sie
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