Lieder von Tara.Busen brach kein Seufzer hervor. Sie fiel blaß anseinen Busen, und starb.Maltha belauschte das Mädchen, er war demPfade ihrer Tritte gefolgt. Er sah sie in dieHöhle eingehn. Er glaubte seinen Raub itzt ge-sichert. Er eilte voran in der Bosheit seiner Seele,entschlossen, die Schöne zu schänden. — Zwischenwandernden Wolken erſchien itzt der Mond, undschoß seine Strahlen durch die Klüften des Felsen.In seinem bleichen Lichte sah er die Erblaßten aufdem Boden. Erschrocken, schaudernd fiel er zu-rück. Seine Füße schienen gewurzelt in den Fels:aufrecht stand sein straubigtes Haar. — Ueberseine Gebeine krümmt sich sein kriechendes Fleisch.Hoch, gegen seine eiserne Brust, schlug sein grau-sames Herz. — Seine wild=leidenden Augen be-deckte seine Rechte. — Vor ihm ausgestreckt hebteseine Linke; bang, verworren, unentschlossen blieber also eine Weile. Dann sprang er, in der Angstund Qual seiner Seele, von der Höhle hinweg,und stürzte in die Schatten der Nacht.Die Mädchen von Lara besuchen jährlich dieseHöhle, erheben den Gesang der Wehmuth, undloben das liebliche Paar. Der Jäger, vom Re-A
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