3Q2
Klage; aber Psammenitus beugte sich bey diesem An-blick blos zur Erde nieder. Nachdem die Wasser trä-gerinnen vorbey gegangen waren, schickte Kambysesden Sohn des Königes mit zwey tausend andern jun-gen Aegyptern den nämlichen Weg. Es waren Strickeum ihren Hals gelegt, und sie hatten Gebisse imMunde. Sie wurden zum Tode geführt, um die Schuldfür die Männer zu tilgen, die in dem MitylenäischenSchiffe bey Memphis umgekommen waren. Denn daskönigliche Gericht hatte beschlossen, dafs für jeden, von diesen Männern zehn Aegypter das Leben verlie-ren sollten. Als Psammenitus sie sah, und hörte, dafssein Sohn zum Tode geführt würde, klagten undschrieen die ihn umgebenden Aegypter, aber er thatdasselbe, was er bey dem Anblick seiner Tochter ge-than hatte. Nachdem auch diese vorüber gegangenwaren, kam einer von seinen ehemaligen Trinkgenos-sen, ein Mann, der alles, was er besafs, eingebüfsthatte, und nun nicht vermögender war, wie sonstein gemeiner Bettler. — Dieser kam, da er bey demHeere Almosen begehrte, auch zum Psammenitus undzu den andern Aegyptern, die dort vor der Stadtsafsen, und, kaum hatte Psammenitus ihn erblickt,so schrie er laut auf, nannte seinen Gefährten mitNamen, und schlug sich wider die Stirne. Die Wa-chen, die ihn umgaben, um sein Benehmen bey jedemVorfall zu beobachten, meldeten dies dem Kambyses.Voller Erstaunen darüber schickte dieser einen Botenhin, und liefs ihm folgendes sagen: „Psammenitus,„dein Herr, Kambyses, fragt dich, warum du nicht