Persischen Herold auf einem Milyleneischen Schiffeden Strom hinauf dahin, und liefs die Aegypter zurUebergabe auffodern. Aber diese, da sie das Schiffauf Memphis zukommen sahen, strömten haufenweiseaus den Mauern hervor, richteten das Schiff zu Grunde,zerrissen die Menschen wie rohes Fleisch, und brach'ten es in die Stadt. Darauf wurden sie belagert, undmufsten sich nach einiger Zeit ergeben. Die angren-zenden Libyer, die ein gleiches Schicksal fürchteten,ersahen sich ohne Schwertstreich, entrichteten dieAbgaben, und sandten Geschenke. Die Kyrenäer und
, Barkäer machten es aus gleichen Ursachen' eben so.Kamhyses nahm die Geschenke der Libyer huldreichauf, während ihn die von den Kyrenäem erzürnten,weil sie, glaube ich, zu geringe waren. Denn sieschickten ihm fünfhundert Minen Silber, und er er-griff das Geld, und schleuderte es unter sein Heer.
j/i Am zehnten Tage nach der Einnahme von Mem-
phis liefs Kamhyses den König der Aegypter, l'samme-nitus, der nur sechs Monate regiert hatte, sich mitandern Aegyptern vor der Stadt hinsetzen, und thatihm in der Absicht, wie ich vermuthe, seinen Ge-müthszustand zu erforschen, folgende Schmach an.Er kleidete seine Tochter wie eine Sklavinn, undschickte sie nebst den andern Töchtern der vornehm-sten Aegypter, die er sich eben so kleiden liefs, jedemit einem Wassergefäfse aus. Als die JungfrauenWeinend und wehklagend vor ihren Vätern vorüberzo-gen, beantworteten die übrigen, als sie die schimpf-liche Behandlung ihrer Kinder sahen, jammernd deren