Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
41
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49 Artaban erwiederte:Kein Vernünftiger, mein Ge-

bieter, wird das Heer zu klein noch die Zahl derSchiffe zu unbeträchtlich finden. Willst du aber einenoch gröfsere Macht sammeln, so werden die beydenDinge, die ich meyne, der Ausführung deines "Vorha-bens noch weit mächtiger in den Weg treten. Diesesind die Erde und das Meer. Denn an keiner Stellewirst du, glaube ich, einen Seehafen finden, der, imFall sich ein Sturm erhöbe, geräumig genug wäre,eine solche Flotte zu fassen, und die Schiffe vor demUnterfange zu retten. Und du hast nicht etwa nureinen solchen Hafen nöthig, sondern wirst an jederStelle des festen Landes, wohin du etwa gelangenkönntest, ähnliche brauchen. Da aber nirgendwo sol-j,che Häfen sind, so lerne aus diesem Beyspiel, dafsdie Menschen nicht die Umstände, sondern diese dieMenschen beherrschen. "

Ich komme nun auf das zweyte von den genann-ten Dingen, die Erde; die du aus folgendem Grundeals dir feind betrachten mufst. Sollten dir keineSchwierigkeiten in Weg treten, so würde dir dieserFeind immer gefährlicher werden, je weiter du vor- drängst. Denn deine Begierde würde dich, dir selbstunbemerkt, weiter führen, da die Menschen im Wohl-ergehen keine Mäfsigung kennen. Sollte sich dir al-So niemand widersetzen, sage ich, so würdest du zn-,,letzt, indem du immer Länder zu Ländern erobertest)Mangel an Lebensmitteln leiden. Mir aber wird derMann immer als der vernünftigst erscheinen, der,indem er eine Sache überlegt, sich ihr mit Behutsam*