„sehe, und ist etwas göttliches dabey im Spiele, so„urtheilst du ganz richtig, wenn du sagst: dafs es„auch mir erscheinen und mir dieselben Befehle, wel-„ che es dir gah, ertheilen rmifste. Doch mufs es mir„nicht minder in meinen eigenen Kleidern, und auf„meinem Bette erscheinen, als wenn ich in deinem„Gewände auf deinem Lager ruhe; vorausgesetzt, dafs„ es sich mir überhaupt zeigen will. Denn was es„auch seyn mag, was du im Schlafe gesehen hast, so,,wirst du es nicht für so einfältig halten, dafs es mich,„indem es mich in deinem Gewände erblickt, darum„für den König selbst halten wird. Verachtet es mich„aber so sehr, dafs es sich mir nicht zu zeigen wür-„digt, so wnd es nur dir allein, mir aber -weder in„deinem noch in meinem Gewände, erscheinen. Dies,,müssen wir also zur Gewifsheit bringen; und sollte„ mir derselbe Traum nahen, so würde auch ich sagen,„dafs etwas göttliches damit verbunden wäre. Willst„du indessen dennoch, dafs ich deinem Befehl gehor-chen soll, und kann ich dies nicht vermeiden, wohlan„denn, so will ich mich auf deinem Lager zur Ruhe„niederlassen, und es mag mir dann ebenfalls erschei-nen. Bis dahin aber verharre ich bey meiner' ersten'„Meynung."
Nachdem Artaban dies gesagt hatte, vollzog er den »7Auftrag des .Königs, in der Hoü'nung, ihm zu zeigen,dafs sein Gesicht nichts bedeute; er legte des XerxesGewand an, setzte sich auf den königlichen Thron,und legte sich darauf zur Ruhe nieder. Er war aberkaum eingeschlafen, als derselbe Traum, der auch den