und rüstete sich allein gegen die Aegypter. Mardo-nius aber, der Sohn des Gobryas und einer Schwesterdes Darius, also sein naher Verwandter, welcher sichbey ihm aufhielt und viel über ihn vermochte, sprachzu ihm,wie folgt: „Es ist unrecht, Herr, wenn wir„an den Atheniensern, welche den Persern schon so„vielfachen Schaden zugefügt haben, ihrer Freveltha-„ten Wegen keine Rache nehmen. Für jetzt magst du„zwar deinen Vorsatz ausführen, und vorerst die em-pörten Aegypter zum Gehorsam zurückführen. Ist,jdies aber vollbracht, dann wende dich mit deiner„Macht wider Athen, damit du Ruhm erlangest unter,,de-n Menschen, und jeder fich in Zukunft hüLe, dein„Reich mit Krieg zu überziehen."
Dies sagte er, um' den Zorn des Rönigs zu reitzen, 6und fügte dann noch hinzu: Europa sey ein 'überausschönes-Land, bewachsen mit allen Gattungen zahmerBäume von der gröfsten Fruchtbarkeit,- und sein Besitzunter allen Sterblichen allein des Ferser-Königes wür-dig. Was den Mardonius aber zu dieser Rede bewog,w'ar sein; Wunsch , dem Gange der Staatsangelegenhei-ten eine neue Richtung zu geben, und einst selbstStatthalter über Hellas zu werden. Auch gelang esihm nach einiger Zeit, den Xerxes zu der Ausführungjenes Unternehmens zu überreden, zumal da grade meh-rere seinen Absichten günstige Umstände zusammentra-fen. Aus Thessalien nämlich erschienen Gesandte von denAlevaden, *) um den König nach Hellas einzuladen
*) Die Alevaden waren die Konige von Thessalien.