Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
324
Einzelbild herunterladen
 

3^4

standen darauf frey willig von ihrer Meynung ab, alssich die Aihenienser ihr widersetzten. Sie schlössenalso mit den Sandern, Chiern, Lesbier-n , und den übri-gen Inselbewohnern, die für die Hellenen gekämpfthatten, ein durch Eyde bekräftigtes Bündnifs; durchwelches sie sich verpflichteten, der Parthey der H'elJe-nen getreu zu bleiben und nicht von ihnen abzufallen.Nach Abschlufs dieses Bündnisses schifften sie nachdem Hellespont, mit der Absicht, die Brücken zu zer-stören, die sie noch unversehrt dort vorzufinden erwar-teten.

Ein kleiner Haufen Barbaren, welcher sich aus deno7Schlacht auf die Anhöhen von Mykale gerettet hatte,begab sich jetzt nach Sardis. Unter ihnen befand sichauch des Darius Sohn, Masisl.es, der jenem unglückli-chen Treffen beygewohnt hatte. Dieser machte aufdem Wege dem Artauyntes viele und schimpfliche Vor-würfe; er nannte ihn unter andern feiger als ein Weib,so habe er sich als Feldherr gezeigt; und er sey jederStrafe würdig, weil dieser Unfall das königliche Hausdurch sein Verschulden getroffen hätte. Für einen Per-ser ist es der gröfste Schimpf, wenn man ihn feigerals ein Weib schilt. Artauyntes, durch die vielenSchmähungen erbittert, zog gegen den Masistes seinSchwerdt, in der Absicht, ihn zu lödten. Dies bemerk-te Xenagoras, des Praxiles Sohn, ein Mann aus Hali-karnal's; und da er grade hinter dem Artauyntes stand,fafste er diesen mitten um den .Leib, rifs ihn weg undwarf ihn zu Boden; indessen eilten die Trabanten desMasistes herbey. Durch diese That erwarb sich Xena-