Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
308
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mit Gold- und Sllberstoff gedeckten Ruhebetten, disgoldenen und silbernen Tische, und das ganze glänzen-de Geräthe des Mahles sah, erstaunte er über denReichthum, der sich seinen Augen darbot, und befahldarauf seinen Dienern, ihm zum Scherz auch ein Mahlnach lakonischer Weise anzufertigen. Da sich nunzwischen beyden die grofse Verschiedenheit zeigte,

lachte I'ausanias, lief's die Hellenischen Feldherren zu-

Isammen kommen, und sprach, als sie erschienen, indem

er zugleich auf beyde Gastmahle und ihre Gerüste zeig-te: ,,Ich liefs euch zusammen kommen, ihr Hellenen,um euch die Thorheit des Meders vor Augen zu brin-,,gen; der bey dem Besitz solcher Schätze nach demdürftigen Hellas zog, um unsere Habe zu rauben."

Nach dieser Zeit noch fanden viele Flataer Kisten 85mit Gold und Silber und andern Schätzen. Auch fandman in der Folge, nachdem die Gebeine der Barbarenvom Fleisch entblöfst waren, an diesen selbst nochmanches Merkwürdige. Denn die Platäer hatten alleKnochen an einen Ort zusammengeschleppt. So fandman einen Schädel ohne Nähte, der also nur aus einemeinzigen Knochen bestand. Man sah eine Ober- undUnterkinnlade, wo an beyden sowohl Vorder- als Ba-ckenzähne aus einem einzigen Knochen bestanden. Mansah das Gebein eines fünf Ellen hohen Mannes.

Am ersten Tage nach der Schlacht verschwand der 8 jLeichnam des Mardonius. Wer ihn aber entwendete,weifs ich nicht. Denn man hat mir viele Menschenund Leute aus allerley Volk genannt, die den Mardo-nius beerdigt haben sollen; auch ist mir bekannt, dafs