5Q9
Artontes, des. Mardonius Sohn, viele für diesen Dienstreichlich beschenkt hat. Wer aber der Thäter war, derihn wegnahm und beerdigte, kann ich nicht mit Zu-verläfsigkeit erfahren. Eine Sage nennt auch den Dio-nysopbanes von Ephesus. Gewifs ist es, dafs er aufeine solche Weise beerdigt ward.85 Nachdem die Hellenen die Beute bey Platäa ge-
theilt hatten, begruben sie ihre Todten; jedes Volk dieaeinigen besonders. Die Lacedämonier machten dreyGräber. In das eine legten sie die Irenen *), zu denenauch Poseidonius, Amompharetus, Philokyon, und Kal-likrates gehörten; in das zweyte die übrigen Spartia«ten; in das dritte die Heloten. Die Tegecr legten die.Leichname ihrer Erschlagenen zwar in ein besonderes,aber allen den Ihrigen, gemeinsames Grab. Eben so ver?fuhren die Athenienser mit ihren Todten; und so auchdie Megareer und Phliasier mit denjenigen, die durchdie Reuterey gefallen, waren. Alle Gräber dieser eben-*genannten Völker enthielten demnach würldich Leich-name. Die Grabmale der übrigen Völker aber, die manbey Platäa sieht, sind leer} und die Staaten, deren Na-men sie tragen, liefsen sie, wie man mich versicherthat, zum Schein errichten; aus einem Gefühle vonScbaam, sowohl, weil sie bey der Schlacht gefehlt hat-ten, als um der nachkommenden Menschen willen.Denn es befindet sich auch ein Grabmal dort, welchesdas Aeginetische heilst; von dem man mir erzählte,
*) Irenen: Priester, Anführer? — Man ist über die Bedeu-tung des Wortes nicht einig. DerUcbers.