Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
298
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frieden damit, als der König den Mardonius in Hellaszurückließ; und auch jetzt hatte er die Schlacht aufsäufserste widernithen, aber mit seiner Meynung nichtdurchdringen können. Für sich beschlofs er indefs, daer das Verfahren des Mardonius mifsbilligte, und eingröfser Theil des Heeres, nämlich vier Myriaden, sei-nen Befehlen gehorchten, folgendes. Er wufste wohl,als die Schlacht begann, welchen Ausgang sie habenwürde; und stellte seine Leute in Ordnung auf, indemer ihnen zugleich befahl, ihm überall zu folgen, wohiner sie führte und wohin sie ihn selbst eilen sähen.Dann leitete er sie, gleich als ob er sie dem Feindeentgegen zu bringen gedächte. Doch schon auf demWege sah er die Flucht der Perser, kehrte um undHob in größter Eile, nicht nach Theben, noch hinterdie hölzerne Mauer der Perser; sondern gen Phocäa,um so schnell wie möglich au den Hellespont zu ge-langen.

Während die übrigen I'ersischgesinnten Hellenen 67absichtlich ohne Eifer fochten, widerstanden die Böoterden Atheniensern lange Zeit; sie zeigten soviel Ent-schlossenheit in Vertheidigung der Sache der Barbaren,deren Parthey sie ergriffen hatten, und waren so weitdavon entfernt, absichtlich schlechter zu kämpfen, dafsdreihundert ihrer angesehensten und tapfersten Leutecuter den Streichen der Athenienser fielen. Als sieendlich dennoch weichen mufsten, flohen sie nach The-ben, nicht dahin, wohin die Perser und der Haufen derübrigen Bundsgenossen, der weder gefochten noch sichauf irgend eine Weise hervorgethan hatte.