sich gegen den Tempel der Here in Plaläa wandte, undzu ihr flehte, sie mochte sie doch nicht in ihrer Hoff-nung täuschen.
Während er noch betete, rückten die Tegeer zuerst G*gegen die Barbaren an, und gleicb nachher erhieltenauch die Lacedämonier glückliche Opferzeichen, so dafssie sich nun ebenfalls in Bewegung setzten, um diePerser anzugreifen. Auch diese rückten vor, und leg-ten die Bogen bey Seite. Der Kampf begann bey der •Schildmauer; nachdem diese aber geworfen war, wardmit der grölsten Erbitterung neben dem Tempel derHere selbst gefochten, und es dauerte lange, ehe dieBarbaren zürn Weichen gebracht wurden. Denn siehatten ihren Gegnern die Lanzen aus den Händen ge-wunden und sie gebrochen; und überhaupt zeigten sichdie Perser an Standhaftigkeit und Stärke den Hellenengewachsen. Aber sie waren nur leicht bewaffnet, inder Kriegskunst nicht so erfahren, und minder klug alsihre Feinde. Sie stürzten sich einzeln und in Schaarenvon zehn Mann, mehrere oder wenigere vereinigt, indielleihen der .Lacedämonier, und fanden daselbst ihrenTod.
Dort, wo Mardonius selbst- auf seinem weifsen 65Fferde, umgeben von tausend Persern ausgesuchterMannschaft, kämpfte; dort fanden ihre Gegner denhartnäckigsten Widerstand. Und so lange der Feldherrlebte, wichen sie nicht, und todteten in muthige'r Ge-genwehr viele Lacedämouier, Als aber Mardonius fiel,als seine Begleiter, der Kern des Heeres, geblieben wa-ren, da ergriffen auch die übrigen die Flucht, und wi-